Ein Kommentar

Kompromiss als Chance

Dienstag, 03. Juli 2018 | 08:55 Uhr

Bozen – Europa kann nicht all jene aufnehmen, die von zu Hause fliehen. Doch Europa ist auch mit ein Grund, warum viele Menschen ihre Heimat verlassen.

Wir überfluten Länder mit billigen Waren, wir fischen das Meer vor Westafrika leer, wir zerstören Zukunftsperspektiven und tragen zu blutigen Konflikten bei.

Allein deshalb darf Europa Menschen in Not auch nicht aussperren und ertrinken oder verhungern lassen. Daran sollten Kritiker auch denken.

Außerdem: Europa funktioniert nur, wenn Menschenwürde und Rechtsstaatlichkeit respektiert werden.

Der Kompromiss, den die EU in der Asylpolitik gefunden hat, ist zwar kein Durchbruch. Allerdings besteht die Chance, dass ein gemeinsamer Weg gefunden wird.

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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16 Kommentare auf "Kompromiss als Chance"


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michaelp
michaelp
Grünschnabel
14 Tage 4 h

ertrinken und verhungern lassen? Definitiv NEIN! Aussperren aus Europa? Definitiv JA. Deshalb muss man dafür sorgen, dass die Schlepperbanden keine Chance mehr haben und die Grenzen dicht machen. Wenn man 1 aufnimmt, muss man theoretisch alle aufnehmen – oder wer wählt da aus? Wieso sollte man nur die aufnehmen, die einen Schlepper bezahlen und mit einem seeuntauglichen Gummiboot aufs Meer hinaus starten? Ganz nebenbei: hat sich eigentlich schon irgendjemand mal Gedanken darüber gemacht, WOHER diese vorwiegend schwarzafrikanischen Männer das Geld (mehrere tausend Dollar) für die Schlepper haben? Aus dem Sparstrumpf wohl kaum…

Staenkerer
12 Tage 18 h

do lafn drübn und a do krumme gschäfte de no nit aufkemmen sein und worscheinlich nie aufkemmen!
jo, wo nemmen de mander es geld her??
wiso erwischt man kaum schlepper??
warum des gezaudre beim strwngen kontroliern der außengrenzn??
wie iel kemmen epper wirklich ins lond, man heart und woas jo lei von der geretteten … und wieviel kemmen aus eigener kroft???
und wos isch mit de, wos tien de???

Orschgeige
Orschgeige
Superredner
14 Tage 2 h

Warum hat niemand den Anstand die Dinge bei ihrem Namen zu nennen. Retten – bedeutet aufnehmen! Nicht retten – bedeutet möglichst viele ertrinken zu lassen. Dies in der zynischen Hoffnung, dass es sich rumspricht und möglichst viele von der Überfahrt abhält.          

Nathan
Nathan
Tratscher
13 Tage 19 h

Rettung bedeutet nicht aufnehmen, Rettung bedeutet helfen, helfen kann man auch im Herkunftsland. Nur um das klar zu stellen!

Orschgeige
Orschgeige
Superredner
13 Tage 4 h

@Nathan

Sicher sollte man in den Herkunftsländern helfen. Das dauert aber Jahre um etwas zu bewirken. Die Menschen ertrinken aber jetzt !

Waltraud
Waltraud
Superredner
14 Tage 2 h

Ich und sicher viele andere auch, sehen zu, dass wir fair einkaufen. Billigware auf Kosten anderer meide ich. Aber wenn ich dann höre, dass ein Markenhersteller von Sportkleidung- ich nenne jetzt keinen Namen, in asiatischen Ländern nähen lässt, weil es dort billiger ist, dann hört für mich der Spass auf. Solche sind es, die die Menschen in armen Ländern
ausbeuten, aber bei uns die Ware teuer verkaufen. Man sollte eben solche in die Pflicht nehmen und sie an ihre sozialen Pflichten erinnern.

michaelp
michaelp
Grünschnabel
13 Tage 20 h

Nein, heutzutage unter gewissen Standards in Asien fertigen zu lassen ist keine Ausbeutung, sondern eine Notwendigkeit.  Textilproduktion in Mitteleuropa ist bis auf wenige Ausnahmen nicht mehr finanzierbar, der Kosten- und Steuerdruck ist einfach zu hoch. 

Plodra
Plodra
Grünschnabel
14 Tage 26 Min
Der sog. Kompromiss ist weder eine kurzfristig umsetzbare Lösung noch eine erfolgversprechende langfristige Strategie. Die EU-Länder versuchen nur, auf die galoppierenden populistischen Pferde aufzuspringen. Grenzschutz ist eine kurzsichtige und egoistische Maßnahme, bei der sich die Länder jetzt schon gegenseitig ausspielen. Flüchtlingslager in den Grenzländern Europas oder in Nordafrika sind ethisch äußerst fragwürdig und auch nur Symptombekämpfung. Es geht den Regierungspolitikern überall vor allem um die Botschaft – an das Wahlvolk und an die potenziellen Einwanderer gerichtet: Wir machen zu. Salvini docet. Um das Problem an den Wurzeln anzugehen, braucht es ein Vielfaches der beschlossenen 500 Millionen Euro. Es braucht Friedensprojekte… Weiterlesen »
michaelp
michaelp
Grünschnabel
13 Tage 20 h

Grenzschutz ist die einzige Möglichkeit, um in  Zukunft zu bestehen. Oder sollen 400 Millionen Schwarzafrikaner im besten Alter nach Europa kommen? Wer sollte das zahlen können und wo sollten die unterkommen??? Das hat nichts mit galoppierenden Populismus zu tun sondern mit ganz einfachem Hausverstand. Linksregierungen habens nicht überrissen – vielleicht auch weil sie einfach überhaupt keinen Bezug mehr zum normalen Volk haben, die den ganzen Apparat finanzieren. Übrigens sind Grenzlager keine Gefängnisse und somit auch nicht ethisch fragwürdig- diese Lager können jederzeit in Richtung Herkunftsland verlassen werden, nur nicht in das Zielland

Nathan
Nathan
Tratscher
13 Tage 19 h
Ich kann diesen Kommentar von m.k. überhaupt nicht teilen!! Wir überfluten Länder mit billigen Waren, wir fischen das Meer vor Westafrika leer, wir zerstören Zukunftsperspektiven und tragen zu blutigen Konflikten bei…. also ich nicht…..oder etwa Sie?  Wenn die EU oder die Entscheidungsträger in Brüssel nicht imstande sind diesbezüglich Gesetze zu erlassen, und alles unter dem Deckmantel der Globalisierung zulassen, dann ist das nicht meine sondern deren Schuld. Im Prinzip wäre alles so einfach, aber es ist rentabler dem Europäer schlechtes Gewissen aufzuschwätzen, von wegen – Europa ist der Satan höchst persönlich, also haben wir Europäer gefälligst den Rad zu halten.… Weiterlesen »
MayerSepp
MayerSepp
Grünschnabel
13 Tage 4 h

Helfen vor Ort: gerne
Kultur- und raumferne Menschen bei uns ansiedeln lassen: nein, auf keinen Fall.

schwejk
schwejk
Neuling
13 Tage 6 h
Wer ist eigentlich “wir”, lieber Kommentator mk ? Heisst es nicht sonst immer, man soll nicht pauschalisieren ? Will der Südtiroler Bergbauer, dass die EU billiges Milchpulver nach Afrika exportiert und die eh schon kaum leistungsfähige Landwirtschaft weiter ruiniert ? Sind “wir” die chinesischen, russischen und indischen Waffenhändler ? Übrigens investiert die VR China seit einigen Jahren mehr in Afrika als Europa und Amerika zusammen. Viele Probleme werden also nicht von “uns” verursacht. Apropos Asiaten: Auch wir Europäer werden  seit Jahrzehnten von billigen Produkten aus Japan, Südkorea und China “überschwemmt”. Sollen wir auch alle auswandern ? Zudem ist es halt… Weiterlesen »
heinold
heinold
Grünschnabel
13 Tage 4 h

Typischer O-Ton Journalismus! Bei den Warenlieferungen besteht Einverständnis zwischen Lieferant und Kunde; Bei der Immigration besteht dieses Einverständnis nicht.  

gschaidian
gschaidian
Tratscher
12 Tage 23 h
Selten so einen oberflächlichen Kommentar gelesen. “Wir” sind also schuld, dass den armen Afrikanern nichts anderes übrigbleibt als nach Europa zu emigrieren. dass sie das unter Umgehung aller rechtsstaatlichen Normen, unter Ausnutzung des Asylrechts und unter Zuhilfenahme von Menschenhändlern machen, wird natürlich billigend in Kauf genommen. “Wir” sind natürlich auch schuld wenn gewissenlose Diktatoren den reichsten Kontinent der Erde ausbeuten, die Bodenschätze an die meistbietenden verscherbeln und die Erlöse  anstatt in Schulen, Straßen und Krankenhäuser zu stecken, in Steueroasen parken oder Milizen ausrüsten um den eigenen clan am Leben zu erhalten. “Wir” fischen die Meere vor Afrika leer? Komisch, dass… Weiterlesen »
gschaidian
gschaidian
Tratscher
12 Tage 23 h
“Wir” sind schuld, dass Afrika sozusagen gar nichts exportiert und nicht einmal fähig ist einen vernünftigen Tourismus aufzubauen sondern lieber in Stammeskulturen verharrt. So könnte man noch endlos fortfahren. Jedoch sind “wir” sehr wohl schuld daran, dass viele im Mittelmeer ertrinken oder in der Sahara verdursten. Denn “wir” schaffen einen pull factor, der viele anlockt das Abenteuer zu wagen um in der einen oder anderen Weise, meist illegal dauerhaft in Europa zu bleiben. “Wir” nehmen nur solche die sich ein Selbsteintrittsrecht verschaffen und über kriminelle Machenschaften zu uns gelangen. EUROPA SCHANDE HOCH DREI !!! Die Lösung kann nur die (verbesserte)… Weiterlesen »
schwejk
schwejk
Neuling
13 Tage 5 h

Fortsetzung Kommentar 1
Das ohnehin geringe Wirtschaftswachstum kann mit der Bevölkerungsexplosion nicht Schritt halten. Polygamie, die Verheiratung von sehr jungen Frauen/Mädchen und die geringen Bildungschancen besonders der weiblichen Bevölkerung verschlimmern das Bevölkerungswachstum zusätzlich. In den meisten Staaten Afrikas wurden ausser von kirchlichen oder weltlichen Hilfsorganisationen seit der Kolonialzeit kaum Schulen gebaut. Viel landwirtschaftliche Nutzfläche liegt brach oder wird an Ausländer verkauft oder verpachtet. Staatliche Autoritäten sind so korrupt, dass Silvio B. dagegen wie ein Engel wirkt. Zudem kommen archaische Religions- und Stammeskonflikte. All diese Probleme können nicht wir oder der Massenexodus nach Europa lösen, sondern nur diese Länder selbst.    

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