Landesregierung in den Bezirken

Krankenhaus Schlanders wird als “wichtig” erachtet

Dienstag, 14. April 2026 | 16:25 Uhr

Von: luk

Latsch/Goldrain – Bei der außerordentlichen Sitzung der Landesregierung im Vinschgau wurde unter anderem über Themen aus den Bereichen Gesundheit und Soziales gesprochen. Gesundheitslandesrat Hubert Messner erläuterte die aktuelle Situation des Krankenhauses Schlanders und des Gemeinschaftshauses in Mals, Soziallandesrätin Rosmarie Pamer thematisierte die Pflegeeinstufung.

Die Bezirksgemeinschaft Vinschgau investiere rund zwei Drittel ihres Haushaltes in den Bereich Soziales, hob Bezirkspräsidentin Roselinde Gunsch hervor. Zu den von der Bezirksgemeinschaft geführten Einrichtungen solle künftig auch die Werkstatt für Menschen mit Behinderungen in Prad am Stilfserjoch gehören, deren Führung und Eigentum an die Bezirksgemeinschaft übertragen werden soll, wurde in der Sitzung in Abstimmung mit Vermögenslandesrat Christian Bianchi vereinbart.

Krankenhaus Schlanders wichtig für Vinschgau und im Krankenhausnetzwerk

Bei der Sondersitzung der Landesregierung im Vinschgau wurde ein klares Bekenntnis zum Krankenhausstandort Schlanders gegeben. “Das Krankenhaus Schlanders hat eine zentrale Rolle für die Gesundheitsversorgung im Vinschgau. Wir stärken diesen Standort bewusst und entwickeln ihn im Netzwerk mit den anderen Krankenhäusern weiter, damit die Menschen auch künftig gut und verlässlich versorgt sind”, sagte Gesundheitslandesrat Hubert Messner.

Konkret sieht das Land für das Krankenhaus Schlanders umfangreiche Bauarbeiten und Sanierungen vor. Mit Geldern aus dem staatlich finanzierten Programm zur Reorganisation des Krankenhausnetzes und dem staatlichen Aufbaufonds PNRR werden unter anderem die Notaufnahme erweitert und modernisiert sowie sechs neue Intensivbetten geschaffen. Auch die notwendige medizintechnische Ausstattung ist Teil des Projekts. Die Planung läuft, die Umsetzung erfolgt schrittweise. Abgeschlossen werden die Arbeiten voraussichtlich Ende 2026. Darüber hinaus investiert auch der Südtiroler Sanitätsbetrieb laufend in die Instandhaltung des Krankenhausstandorts. So werden Brandmeldeanlagen angepasst und technische Anlagen ausgetauscht. Dazu kommen regelmäßige Eingriffe zur Sanierung und Wartung in verschiedenen Bereichen.

Gemeinschaftshaus Mals vereint bald mehrere Dienste

Gesprochen wurde auch über den Sprengel Mals, der zum Gemeinschaftshaus ausgebaut wird. “Damit stärken wir die Angebote vor Ort und bündeln Gesundheits- und Sozialleistungen unter einem Dach. Das bringt Vorteile für die Bürgerinnen und Bürger ebenso wie für die Mitarbeitenden”, sagt Landesrat Messner. Bereits in den kommenden Wochen starten kleinere interne Bauarbeiten für rund 100.000 Euro. Neue Sanitäranlagen, Böden und Einrichtungen werden realisiert. Damit könne das Gemeinschaftshaus Mals noch vor Sommer 2026 öffnen, so Messner. Rund 1,8 Millionen Euro sollen 2027 für weitere Bauarbeiten im und am Gemeinschaftshaus investiert werden.

Abbau der Wartezeiten der Pflegeeinstufung durch unterschiedliche Maßnahmen

Im Bezirk Vinschgau warten pflegebedürftige Menschen mit durchschnittlich elf Monaten relativ lange auf die Einstufung ihrer individuellen Pflegestufe. Soziallandesrätin Rosmarie Pamer hob beim Treffen mit den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern des Bezirks sowie Vertretungen der Bezirksgemeinschaft Vinschgau die Bemühungen des Landes hervor, mit unterschiedlichen Maßnahmen diese Zeiten zu reduzieren: “Wir arbeiten intensiv daran, die Wartezeiten bei der Pflegeeinstufung spürbar zu verkürzen. Dafür setzen wir gleichzeitig an mehreren Punkten an: zusätzliche Kapazitäten und bessere Abstimmung kurzfristig, mehr Personal und effizientere Abläufe mittelfristig sowie strukturelle langfristige Verbesserungen im System. Unser Ziel ist klar: schneller zu helfen und die Familien bestmöglich zu entlasten.”

Bezirk: Vinschgau

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