Von: luk
Goldrain – Derzeit wird von der Koordinierungsstelle für Integration (KOI) in der Landesabteilung Soziales in enger Abstimmung mit dem Gemeindenverband an einem Landesregierungsbeschluss gearbeitet, mit dem das begleitete Wohnen für Familien mit Migrationshintergrund geregelt wird.
Aufgrund der derzeitigen öffentlichen Diskussion um dieses Thema, hat Soziallandesrätin Rosmarie Pamer bei der Regierungssitzung mit den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern des Vinschgaus über den aktuellen Stand der Dinge informiert. Ziel sei es, Wohnraum für 94 Familien zu finden, die derzeit in Hotels in Bozen untergebracht sind. Es gehe darum Wohnraum für 94 Familien in den Südtiroler Gemeinden zu finden. Diese sind derzeit in Bozen in Hotels untergebracht. Ziel sei es, diese Familien über ein vom Land finanziertes und von der Bezirksgemeinschaft umgesetztes Projekt in die Dorfgemeinschaft bestmöglich zu integrieren.
“Eine Familie pro Gemeinde kann man nicht als Zwang bezeichnen, vielmehr geht es hierbei um gelebte Solidarität”, führte die Landesrätin in der Sitzung aus. Die derzeitige Unterbringung sei weder wirtschaftlich noch sozial sinnvoll, da es immer auch um die Integration von Familien gehe. “Schlagworte und Populismus sind hier Fehl am Platz, vielmehr geht es um eine verantwortungsbewusste und faktenbasierte Diskussion”, zeigt sich Landesrätin Pamer überzeugt.
Im Vinschgau beteiligen sich viele Gemeinden bereits an Integrationsprojekten, sie seien darum vom derzeitigen Programm nicht betroffen. Dennoch seien die Erfahrungen, die in Vinschger Gemeinden gesammelt wurden, wichtige Inputs für andere Gemeinden. Soziallandesrätin Pamer regte daher an, sich gegenseitig stärker zu vernetzen, damit bestehende Unsicherheiten geklärt werden können. Fest stehe bereits, dass Familien diesen neuen Dienst nicht kostenlos, sondern mit einem einkommensgestaffelten Tarif nutzen können. Dieser lehnt sich an den sozialen Mietzins des Wohnbauinstituts, der für alle Nutzenden gleichermaßen gilt. “Integration ist eine strategische Investition, die sich in vielerlei Hinsicht sozial, wirtschaftlich und gesellschaftlich auswirkt. Es ist darum unsere gesellschaftliche Aufgabe, in den Bereichen Wohnen, Bildung, Arbeit und soziale Beziehungen aktiv zu werden, um Integration zu ermöglichen”, ist Landesrätin Pamer überzeugt.




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