Mehr Sichtbarkeit

Landesrätinnen Deeg und Hochgruber Kuenzer: „Frauen, zeigt euch!“

Sonntag, 07. März 2021 | 08:00 Uhr

Bozen – Anlässlich des Internationalen Tages der Frau am 8. März rufen die beiden Landesrätinnen Waltraud Deeg und Maria Hochgruber Kuenzer die Gesellschaft dazu auf, Frauen in allen Bereichen mehr Sichtbarkeit zukommen zu lassen.

Die Diskussion über bestehende, alte und neue Ungleichheiten ist gerade in der aktuellen Krisenzeit aktueller denn je. Auf dem Arbeitsmarkt gingen vor allem jene Arbeitsplätze verloren, die überwiegend von Frauen besetzt werden, sowohl in Italien als auch in Südtirol. Eine jüngst veröffentlichte Studie des nationalen Statistikinstituts ISTAT spricht sogar davon, dass 98 Prozent der verlorenen Arbeitsplätze von Frauen besetzt waren. In Südtirol hat besonders das Gastgewerbe sehr stark unter der Krise gelitten, zudem wurden vielfach prekäre Arbeitsverhältnisse unerwartet und ohne Alternative beendet. Andererseits waren sind Frauen aber auch in jenen Bereichen tätig, deren Wert sich durch die Krise nochmals deutlich gezeigt hat: Frauen, die im Sozial- und Pflegebereich in Seniorenwohnheimen, in Krankenhäusern oder in teilstationären und mobilen Diensten tätig waren, Frauen, die im Einzelhandel beschäftigt sind, Frauen, die in Bildungs- und Betreuungseinrichtungen einen wichtigen Job leisten. „Ohne Frauen hätten wir diese Krisenmonate nicht durchstehen können“, sagt Landesrätin Waltraud Deeg und Landesrätin Maria Hochgruber Kuenzer ergänzt: „Sie wurden zu Heldinnen, vielfach jedoch ohne die ihnen dafür zustehende Anerkennung zu erhalten.“

Nicht nur, aber besonders am Weltfrauentag, müsse es künftig besser gelingen Frauen in unterschiedlichsten Positionen und Bereichen mehr Sichtbarkeit zu verleihen. „Als Mutter, aber auch im Berufsleben oder im Ehrenamt beweisen Frauen tagtäglich ihr Geschick, dies trotz zunehmenden Mehrfachbelastungen. Oft passiert dies jedoch so selbstverständlich, dass auch Frauen selbst dies nicht wahrnehmen. Dies ist jedoch eine Leistung von hohem Wert, das muss die Gesellschaft, zuallererst auch die Frauen, anerkennen“, betont Landesrätin Hochgruber Kuenzer. „Frauen übernehmen Verantwortung in Familie und Beruf und meistern Herausforderungen lösungs- und zielorientiert. Ich durfte im vergangenen Jahr mit wunderbaren Powerfrauen zusammenarbeiten, die vernetzt und kooperativ an Lösungen und deren Umsetzung gearbeitet haben“, schildert Landesrätin Deeg.

Als weibliche Mitglieder der Südtiroler Landesregierung sehen sich Hochgruber Kuenzer und Deeg in der Pflicht, dazu beizutragen, mehr  Frauen in die Politik einzubringen und immer wieder und beharrlich daran zu erinnern. Nur so könne es gelingen, Ungleichheiten abzubauen und Chancengerechtigkeit umzusetzen. „Nur wenn man mit am Entscheidungstisch sitzt kann man Entscheidungen mitgestalten und Änderungen in die Wege leiten. Wir tragen eine gemeinsame Verantwortung künftig mehr Kolleginnen, Ministerinnen, Direktorinnen, Koordinatorinnen, Mitarbeiterinnen zu gewinnen, um mit ihnen gemeinsam unsere Gesellschaft in Richtung reeller Chancengerechtigkeit zu führen. Frauen, zeigt euch und traut euch!“, appellieren die beiden Landesrätinnen.

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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10 Kommentare auf "Landesrätinnen Deeg und Hochgruber Kuenzer: „Frauen, zeigt euch!“"


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Vonmiraus
Vonmiraus
Grünschnabel
1 Monat 16 Tage

Sehr geehrte Landesrätinnen,
wie wäre es, wenn ihr euch wirklich einmal sinnvoll für die mehrfach belasteten Frauen einsetzen würdet?
Zum Beispiel, dass den Müttern, die ihre Kinder selber erziehen und deshalb einige Jahre zu Hause bleiben, diese als Rentenjahre angerechnet würden?
Das ganze salbungsvolle Blablabla nützt den Frauen gar nichts!
Lasst endlich Taten folgen, indem ihr euch wirklich einsetzt!

anonymous
anonymous
Universalgelehrter
1 Monat 16 Tage

Dann sollen die Mütter auch Einzahlen,dann gibt es auch Rente

Ingalingreichts
Ingalingreichts
Tratscher
1 Monat 16 Tage

@vonmiraus, du sprichst mir aus der seele, mir hobn ohne zuschüsse, ohne kita insre kinder selber guat erzogn dafir dermer haint mit körperlichn beschwerdn bis zur höchstaltersgrenze pugglen! danke liebe landesrätin

brunner
brunner
Universalgelehrter
1 Monat 16 Tage

Die SVP setzt sich nur für die Bäuerinnen ein….als ob Arbeitnehmerfrauen 2.Kategorie wären…

Rosenrot
Rosenrot
Tratscher
1 Monat 16 Tage

Zusätzliche Annerkennung? Das ist doch eigentlich ihr Job. Kümmert Euch lieber um eine 3-jährige Mutterschaft für Frauen auch in der Privatwirtschaft, dann könnt ihr von Gleichbehandlung reden! Wenn ihr das nicht hinbekommt, dann macht Eure Posten für jene frei, die sich wirklich dafür einsetzen!

Savonarola
1 Monat 16 Tage

Unter eurer Regentschaft wurde weder die Umstrukturierung der Personalverwaltung, noch eine vernünftige Reform der Raumordnung auf die Reihe gebracht. Was soll also das heutige Gepredige bewirken?

Offline
Offline
Universalgelehrter
1 Monat 15 Tage

Wenn ich eine “Predigt” hören möchte, gehe ich in die Kirche. Was genau soll dieses Geschwätz den Frauen, die oftmals Haushalt, Kinder und noch eine Arbeitsstelle unter einen Hut bringen müssen, helfen ? 😡 Da war doch Etwas mit der “vollen Hose”……😉

Andreas1234567
Andreas1234567
Universalgelehrter
1 Monat 16 Tage

Hallo zum Sonntag,

und prominent weiter obenauf dieser Seite  “zeigt sich eine fesche Eisacktalerin am Catwalk in Mailand”.

https://www.suedtirolnews.it/unterhaltung/leute/fesche-eisacktalerin-am-catwalk-in-mailand

Da liegst du doch lachend unterm Schreibtisch..

Meine Apfel-Uhr kam gestern auch ums Eck, ob ich nicht am 8.3. so 20 Minuten “Training” machen will zur Ehre des “Weltfrauentags”.

Das kannst du dir nicht ausdenken..

Ich will auf meinen Südtiroler Berghof..

Bei normalen Leuten. Wir wird das Wetter, was gibt es zu tun? Wie läuft es auf den anderen Höfen?Hast du mein Vieh gesehen?

Ich brauch das Biotop zunehmend dringend, die Welt wird narret..

Gruss nach Südtirol

Rosenrot
Rosenrot
Tratscher
1 Monat 15 Tage

anonymus: hast Du Dir schon einmal die Frage gestellt, wer für die Frauen im öffentlichen Dienst einzahlt, während sie 3 Jahre in Mutterschaft sind? Sie selber ganz bestimmt nicht, das sind unsere Steuergelder, die auch den Frauen in der Privatwirtschaft zustehen müssen. Punkt.

zeit
zeit
Neuling
1 Monat 15 Tage

gute aussage von den zwei landest.
frauen zeigt euch,ich hoffe in nächster zeit sieht man viele …hübsche

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