Lega-Vertreter plädieren für staatweiten Lockdown

Leiter Reber: „Absage zu den Lockdown-Forderungen der Lega“

Donnerstag, 17. Dezember 2020 | 10:12 Uhr

Bozen – Der freiheitliche Landesparteiobmann Andreas Leiter Reber zeigt kein Verständnis gegenüber den Forderungen der Lega regierten Regionen zur Ausrufung eines staatsweiten Lockdowns.

„Seit dem 20. November sinkt die Zahl der Neuinfizierten in Südtirol. Wenn die Lega-Regierungen in Trient, Venetien und Friaul jetzt einen staatsweiten Lockdown fordern, dann muss sich Südtirol dagegen behaupten“, hält der freiheitliche Landesparteiobmann Andreas Leiter Reber in einer Aussendung fest.

„Es steht den regionalen Lega-Präsidenten seit dem Herbst frei ihre eigenen Regionen oder Provinzen jederzeit als rote Zonen auszuweisen, wenn sie es für notwendig erachten. Es ist unredlich und billig, wenn die Lega-Landeshauptleute in ihren eigenen Regionen bisher nicht aktiv geworden sind und nun die Regierung Conte dazu auffordern die unliebsamen Einschränkungen per Staatsdekret zu erlassen, umso mehr, da die Lega in Rom in der Opposition sitzt“, kritisiert Leiter Reber.

„Eine autonome und föderalistische Politik geht eindeutig anders!“, betont der freiheitliche Parteichef. „Zunächst ist die politische Verantwortung wahrzunehmen und die persönliche Größe aufzubringen auch harte Entscheidungen für das eigene Land zu treffen. Darüber hinaus startet man keinen Aufruf an die Zentralregierung in Rom, alle anderen Regionen und uns Südtiroler zu einem harten Lockdown über die Weihnachtszeit zu verpflichten“, hält Andreas Leiter Reber fest.

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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7 Kommentare auf "Leiter Reber: „Absage zu den Lockdown-Forderungen der Lega“"


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Ars Vivendi
1 Monat 6 Tage

Was die regionalen Eigenregelungen bringen bzw. gebracht haben, haben wir in Deutschland hautnah miterlebt. Die Zahlen sind explodiert und jetzt steht quasi Alles still. Und ein Ende ist leider nicht absehbar. Zumindest ist das Licht am Ende des Tunnels eher ein entgegenkommender Zug 😱. Ich hoffe für die SüdtirolerInnen, dass es bei euch besser gemacht wird. Bleibt gesund und optimistisch.

Neumi
Neumi
Kinig
1 Monat 6 Tage
@ Ars Was die einen zu viel machen, machen die anderen zu wenig. Absolut freie Hand ist definitiv nicht die Lösung aller Probleme, aber alle Regionen gleichzuschalten funktioniert auch nicht. Das hat man im Sommer schon versucht, mit desaströsem Ausgang in den Regionen, die zum damaligen Zeitpunkt ich sag jetzt mal “ungerechterweise” in den Lockdown mussten. Den Leuten wurde es zu bunt, danach hat sich das Eingesperrtsein gerächt. Es bedarf schon etwas feingefühl, ein gesundes Mittelmaß – was Freiheit bei den Entscheidungen angeht – ist notwendig. Allerdings werden alle Freiheiten sofort wieder missbraucht. “Die Landesregierungegierung hat gefälligst dafür zu sorgen,… Weiterlesen »
00
00
Tratscher
1 Monat 6 Tage

Ehrlich?Sind dies die Themen der Süd-Tirolpolitik? 

MrRobot
MrRobot
Grünschnabel
1 Monat 6 Tage

Lockdown, das neue Allheilmittel für Gesundheitsschutz

Trina1
Trina1
Superredner
1 Monat 6 Tage

Die Lega, tanto fumo e poco arrosto!

Stresser
Stresser
Tratscher
1 Monat 6 Tage

leben de a nou

Madriana
Madriana
Grünschnabel
1 Monat 6 Tage
Also im Herbst hots kasn mir missn an Lockdown mochn , damit die Wintersaison gerettet isch . Dei homo woll geredet ha . So itz hasts wiedo olla insperrn für zwa wochn wegen wosn itz eigentlich . Leute solong die Deutschn nett reisn derfn gibs bei zns keine Wintersaison . Es fahlt in die Saisonsorbeiter der Geholt , orbeitsloseengeld kriegn die meisten kans mehr weil sie die Toge augebraucht houbm beim ersten Lockdown . Na sog amol . Und nocha diskutieren mit wem man Feiern derf und mit wem ed . Obo itz in die Bars sitzn mit wem man… Weiterlesen »
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