Von: luk
Bozen – Heute wird im Südtiroler Landtag darüber debattiert, ob der Ausbau der unbewohnbaren Dachgeschosse zu nutzbarem Wohnraum erleichtert werden soll. Der freie Abgeordnete Andreas Leiter Reber fordert mit einem Beschlussantrag, dazu auf, den rechtlichen Rahmen dahingehend abzuändern. „So kann zusätzlicher und vor allem preiswerter Wohnraum für Ansässige geschaffen werden“, ist Leiter Reber überzeugt.
„Eine 80 m² große durchschnittliche Neubauwohnung kostet bei uns oft locker über 500.000 Euro. Die Erhöhung und der Ausbau eines gleichgroßen Dachgeschosses sind meist nur halb so teuer“, rechnet Leiter Reber vor. „Gerade weil bei uns Baugrund knapp und so teuer ist, müssten wir eigentlich alle Möglichkeiten nutzen, um Flächen und Geld zu sparen. Gleichzeitig machen wir es den Leuten aber extrem schwer, ihre Dachböden auszubauen. Denn abgesehen vom sogenannten Energiebonus, gibt es keine Möglichkeit zusätzliche Wohnkubatur zur Aufstockung bestehender Dachgeschosse zu erhalten. Das ist doch absurd“, so Leiter Reber.
Der Vorteil liegt für Leiter Reber auf der Hand: „Wer bestehenden Wohnraum nach oben erweitert, spart den teuren Grundankauf, vermeidet Erschließungskosten, verhindert Zersiedelung und schont damit Landschaft und Grünflächen.“
Zudem würde der Ausbau der Dachgeschosse auch die Wohnsituation für Familie verbessern: „Wenn Familien wachsen oder die Kinder größer werden, ist preiswerter zusätzlicher Wohnraum unter dem bestehenden Dach mehr als willkommen. Auch würden viele Südtiroler im eigenen Haus gern Wohnraum für die nächste Generation schaffen, wenn man sie endlich ließe“, sagt der freie Abgeordnete.
Er appelliert an seine Kollegen im Landtag, dem Antrag zuzustimmen. „Wenn wir ständig von leistbarem Wohnen reden, dann müssen wir auch bereit sein, einfache und vernünftige Lösungen zuzulassen“, schließt Leiter Reber.




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