Weltgesundheitstag 2017

Mahlzeit: Der Mensch ist, was er isst und wie er isst

Freitag, 07. April 2017 | 08:06 Uhr

Bozen/Meran/Brixen/Trient – „Der Mensch ist, was es isst“, das berühmte Zitat von Ludwig Feuerbach (1804-1872) sollte auf das „Wie“ er isst erweitert werden. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung schreibt: „Dieser Satz bringt zum Ausdruck, dass Ernährung auch soziale, politische, ökonomische, psychologische und kulturelle Dimensionen hat“. Der heutige Weltgesundheitstag, der dieses Jahr der „Depression“ gewidmet ist, hat also direkt auch mit Ernährung zu tun.

In diesem Sinn hat die Südtiroler Kampagne „Mahlzeit“ bereits 2015 ein Manifest herausgebracht und der Landesregierung unterbreitet, in welchem die Ernährungssicherheit global und lokal als anzustrebendes Ziel angemahnt wird.

„Es geht dabei um die Vertiefung der großen Herausforderungen, vor denen wir stehen, und um die Fragen: Wie können wir uns und unseren Enkelkindern genügend hochwertige Nahrung sichern? Welche Maßnahmen sind erforderlich, um weltweit die Produktion und den Konsum von regionalen, umweltfreundlich produzierten und fair gehandelten Lebensmitteln zu fördern?“, heißt es in der Prämisse des zehn Maßnahmenkataloge umfassenden Skriptes. Und weiter: „Mit diesem Manifest wenden wir uns an die Bürgerinnen und Bürger in unserem Lande, an Produzentinnen und Produzenten, an Verantwortungsträgerinnen und -träger in Politik, Verwaltung und Wirtschaft, im Sozialbereich und in der Bildung“.

Passend zum heutigen Weltgesundheitstag greift die Kampagne zehn Bereiche auf, in denen es auch in Südtirol Handlungsmöglichkeiten gibt. Darunter findet sich neben Initiativen in Richtung nachhaltige Landwirtschaft auch die Förderung von „essbaren Städten“, also von Gemeinschaftsgärten, um den Zugang zu frischen, gesunden Nahrungsmitteln zu erleichtern.

„Mahlzeit“ fordert aber auch, „die Ausbildung zu den Themen der  Ernährungssicherheit unter Berücksichtigung neuester Forschungsergebnisse zu intensivieren“, sowie den Aufbau eines Biodiversitätsmonitorings.

Die Partnervereine der Kampagne „Mahlzeit“ verweisen am heutigen Weltgesundheitstag mit Nachdruck auf ihr Manifest und fordern im Sinne der nachhaltigen Gesundheit auch der Südtiroler Bevölkerung die Politik auf, zügig an dessen Umsetzung zu arbeiten.

www.mahlzeit.it

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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4 Kommentare auf "Mahlzeit: Der Mensch ist, was er isst und wie er isst"


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Popeye
Popeye
Tratscher
23 Tage 21 h

Man ist was man isst. Das schließt darauf dass das Leibgericht bei der INPS Schnecken beinhaltet.

Mikeman
Mikeman
Universalgelehrter
23 Tage 20 h

könnte sogar zutreffen wenn man sich um sieht wie die Welt von Tag zu Tag mehr spinnt 😀

Kurt
Kurt
Universalgelehrter
23 Tage 20 h

Dass der Mensch – im Schlaf -Spinnen verschluckt, ist nur ein Mythos, beruhigend, also ich bin kein Spinner😉

gauni2002
gauni2002
Universalgelehrter
23 Tage 20 h
Da auch ich Feuerbach bereits gelesen habe, muss ich hire jedenfalls anmerken, dass sein Satz hier größtenteils vergewaltigt wird.  Als Philosoph und Junghegelianer hat Feuerbach diesen Satz auf die Solvenz der Menschen gerichtet, die gut Betuchten hatten eben Fettlebe mit allen deftigen Zutaten, während der Mob eigentlich über eine warme Kohlsuppe froh war.  Damals gab es nicht die Lebensmittel- und Ernährungsparanoia wie Heute, sondern jeder war erst einmal froh, etwas zu beissen zu haben und die Elite standesgemäß natürlich mit den Delikatessen damals ihren Stand innerhalb der Gesellschaft betonte  In meinen Augen macht diese ganze Ernährungsparanoia der heutigen Zeit mit… Weiterlesen »
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