Freiheitliche gegen zweierlei Maß bei Fußballfeiern und Dorffesten

Mair: „Dorf- und Wiesenfeste ohne Einschränkungen zulassen“

Montag, 19. Juli 2021 | 13:08 Uhr

Bozen – Die freiheitliche Landtagsabgeordnete Ulli Mair kritisiert in einer Aussendung die Ungleichbehandlung bei der Pandemiebekämpfung von Fußballfeiern und Dorffesten. Während die EM-Siegesfeiern von der Politik ohne Corona-Regeln zugelassen wurden, könnten Dorffeste aufgrund übertriebener Auflagen nicht abgehalten werden.

„Wer zahlt die Zeche für das politische Versagen, wenn sich herausstellt, dass sich auch in Südtirol die Delta-Variante aufgrund der Fußballfeiern verbreitet hat?“, fragt sich die freiheitliche Landtagsabgeordnete Ulli Mair. „Es ist schlichtweg nicht nachvollziehbar und krank, was sich in letzter Zeit abgespielt hat. Die politischen Verantwortlichen, allen voran Bozens Bürgermeister, haben es zugelassen, dass sich tausende Fans ohne Einhaltung der Regeln ausgelassen zum Feiern und Eskalieren treffen konnten. Die Volksgesundheit spielte plötzlich keine Rolle. Die logischen Folgen waren komplett egal“, kritisiert Mair.

Schon Stunden vor den großen Menschenansammlungen und der eskalierenden Feiern seien Plätze und Straßen abgesperrt worden, damit noch mehr Menschen Platz gefunden hätten. „Vor den Augen der Öffentlichkeit und der Sicherheitskräfte wurden Szenen ermöglicht, die derzeit bei jedem anderen Fest im Lande undenkbar wären. Es wurde so getan, als ob es keine Pandemie und schon gar keine Delta-Variante gäbe. Alle Bürger, die sich über viele Monate vorbildlich an die Regeln zur Eindämmung des Corona-Virus gehalten, auf private Feiern, Besuche oder Zusammenkünfte verzichtet haben, wurden vor den Kopf gestoßen. Wie will man angesichts solch fataler Entgleisungen die Menschen zur konstruktiven Mitarbeit bewegen?“, so die freiheitliche Landtagsabgeordnete.

Während ehrenamtlichen Vereinen durch die geltenden Corona-Regelungen die Abhaltung von Festen und Feiern schlichtweg verunmöglicht werde, hätten während der EM keine Regeln gegolten. „Dies ist nicht nur eine Ungerechtigkeit gegenüber den vielen ehrenamtlichen Vereinen im Land, sondern absolut nicht nachvollziehbar. Es ist Zeit, dass sich das ändert und Wiesen- und Dorffeste wieder ohne Einschränkungen abgehalten werden können. Wenn wir heute nach Großbritannien schauen, wo die meisten Corona-Einschränkungen aufgehoben werden, so sollte auch der Kontinent den Weg zur Normalität einschlagen“, so Ulli Mair abschließend.

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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15 Kommentare auf "Mair: „Dorf- und Wiesenfeste ohne Einschränkungen zulassen“"


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Lucifer_Morningstar
12 Tage 5 h

Ich stelle immer wieder fest dass die opositionparteinen nix zum coronakampf beitragen. Immer wieder fordern sie aufweichungen der regeln usw. dabei ist es doch mehr als erwiesen, dass auch die fussball feiern häten sollen verboten werden, da weltweit dadurch wieder mehr ansteckungen auftreten.

Gottseidank haben diese parteien nix zu melden. Bleibt nur zu hoffen dass nach den wahlen alles gleich bleibt. Oder wechseln die dann schlagartig die meinung um 180 grad?

Offline
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Kinig
12 Tage 4 h

Ich stelle immer wieder fest, dass selbst gut- und/oder bestgemeinte Vorschläge und Ideen der Oppositionsparteien nicht berücksichtigt und umgesetzt werden, weil ansonsten die regierenden Parteien eingestehen müssten, dass sie nicht ALLWISSEND und die ALLEIN SELIGMACHENDEN sind.

Neumi
Neumi
Kinig
12 Tage 3 h

Natürlich, sie kämpfen ja auch gegen die Unterdrückung des kleinen Mannes. Das bringt Stimmen. Wozu sollten sie sich durch die persönliche Freiheit einschränkende Problemlösungsvorschläge unbeliebt machen? Sie haben dabei nichts zu gewinnen. Das Schlimmste, was STF & Co. je passieren könnte, wäre an die Macht zu kommen und Verantwortung zu haben.

Lucifer_Morningstar
12 Tage 2 h

@Offline und warum? Weil sich die herrschaften nicht einigen können mal wollen sie mitarbeiten und bei der nächsten chanche gibs wieder eine watschte und einen lauwarm hinten rein…. Anstadt der bevölkerung einfach zu helfen, denken diese herren und damen doch nur wieder an sich und ihren geldbeutel. Bei ener pandemie sollte man nicht immer nur auf stimmenfang sein…. Gottseidank sind herr und frau südtiroler nicht so blöd und glauben den versprechungen…

Tantemitzi
Tantemitzi
Universalgelehrter
11 Tage 23 h
Offline – sorry, obo hosch in Bericht über die EM-Feiern net gelesen? Dorffeste und Wiesenfeste uneingeschränkt zulassen hoasst, mir sein net erst im Oktober sondern schon im August wiedo im Hausarrest!!! und die Opposition mit ihre “super Ideen” hot in zwoa Johr Corona nix geleistet und werd a weiterhin nix leisten! de wortn olm bis die regierenden Parteien eppas tion und noa sein se am kritisieren und korrigieren! Vorher wissn sie es offensichtlich obo a net bessa! und i hoff wie Lucifer, dass de NIEMALS ans Ruder kemm, weil sem versinkt do Grotte auf nimmerwiedersehen im Dreck!
Doolin
Doolin
Universalgelehrter
12 Tage 6 h

…wo sie recht hat, hat sie recht…was Fussballtifosi dürfen, darf man den Wald- und Wiesenfesten nicht verbieten…
😝

andr
andr
Universalgelehrter
12 Tage 5 h

Das heißt wenn es ein unverantwortlicher Blödsinn war machen wir ihn nach sehr intelligente Denkweise

Lucifer_Morningstar
12 Tage 2 h

@andr tja das ist leider eine krankheit die nicht nur unsere politiker betrifft 😂

Tantemitzi
Tantemitzi
Universalgelehrter
11 Tage 23 h

Doolin jo genau! weil wenn do Nochbor mit 130 Sochn durchs Dorf rast, noa darf i sel jo a!

nuisnix
nuisnix
Universalgelehrter
12 Tage 6 h

Dann machen wir auch den nächsten Schritt!

Werden Profifußballer positiv getestet, gehen sie in Isolation (dürfen dabei aber im Namen der Sanitästeinheit auf dem Fußballplatz Einzeltrainig machen) und werden dann alle 2 Tage getestet. Sobald sie 2 negative Tests haben, sind sie wieder frei…

Wird ein normal sterblicher positiv getestet, darf er hoffen nach 2 Wochen Isolation einen Termin für einen Kontrolltest zu bekommen und muss dann anschließend wielange auf einen bestätigenden negativen Test warten, bis er wieder in Freiheit kommt???



Tina1
Tina1
Tratscher
12 Tage 6 h

De hot a no grafft wias laft .Noch der azzuri Variante  die Trochtnvariante. 🙁

Andreas1234567
Andreas1234567
Universalgelehrter
12 Tage 5 h

Hallo nach Südtirol,

es ist nur mehr traurig, wer möchte denn ehrenamtlich ein Dorffest auf die Beine stellen? 
Einkaufen, organisieren und mit einem Federstrich ist alles für die Katz.

Selbst wenn das Land finanzielle Ausfallgarantien geben würde bliebe doch die verschwendete Lebenszeit der Ehrenamtlichen für Planung/Organisation.

Zugegeben trinkt man auf solchen Gassenfesten auch mal ein Bier oder Viertele mehr, man muss ja jeden Stand etwas in der Kassa lassen, darum geht es, Vereinskassen von Feuerwehr,Bergrettung und Musikantenvereinen füllen.

Hab wenig Hoffnung auf den Herbst, spätestens wenn die Strandsaison ausläuft werden die Zügel wieder angezogen.

Vielleicht sollte man der UEFA die Veranstaltungsrechte geben

Auf Wiedersehen in Südtirol

Tantemitzi
Tantemitzi
Universalgelehrter
11 Tage 23 h

bhaaaa – geat der mit mit sein auf Wiedersehen in Südtirol af die Socken! wos gion den insre Zügel un?

Roby74
Roby74
Superredner
11 Tage 21 h

@Tantemitzi
😅😂🤣Epper net lai Dir!😉😁Nimms mit Humor und ärger Di net!!!😊

falschauer
12 Tage 4 h

nix wia stimmenfong, politiker sein olle gleich!!!

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