Meinl-Reisinger mit dem Außenminister Pakistans Mohammad Ishaq Dar

Meinl-Reisinger spricht in Antalya mit Außenministern

Freitag, 17. April 2026 | 15:44 Uhr

Von: apa

Außenministerin Beate Meinl-Reisinger hat am Freitag am “Antalya Diplomacy Forum 2026” Gespräche mit den Außenministern von Pakistan, Syrien, der Ukraine, Jordanien und dem Sudan sowie dem neuen UNO-Flüchtlingskommissar geführt. Laut Meinl-Reisinger sei es wichtig, dass Österreich dort mit am Tisch sitze, “wo über unsere Sicherheit und unsere wirtschaftliche Zukunft gesprochen wird.” Die Außenministerin ist noch bis Samstag in Antalya, bevor sie nach Äthiopien weiterreist.

Zum Gespräch mit ihrem pakistanischen Amtskollegen, Mohammad Ishaq Dar, betonte Meinl-Reisinger die Bedeutung Pakistans als Vermittler in den Verhandlungen zum Iran-Krieg. “Es ist in Österreichs Interesse, dass dieser Krieg endet. Denn er betrifft direkt unseren Wohlstand und unsere Sicherheit”, sagte die Außenministerin.

Ihre Teilnahme am Gipfeltreffen in der Türkei ist Teil einer Reihe intensiver diplomatischer Bemühungen, um in der aktuellen internationalen Krisensituation zur Deeskalation beizutragen, hieß es. Man wolle alle diplomatischen Mittel ausschöpfen, um “aktiv zur Stabilisierung der Lage beizutragen und unsere nationalen Interessen zu schützen”. Dabei solle Wien gezielt als Ort für Dialog und Diplomatie positioniert werden.

Auch ein friedliches und stabiles Syrien liege in Österreichs Interesse, ließ die NEOS-Politikerin zu ihrem Gespräch mit ihrem syrischen Amtskollegen Asaad al-Shaibani wissen. Eine funktionierende Verwaltung und wirtschaftliche Perspektiven vor Ort würden die Grundlage für langfristige Stabilität schaffen. “Sie ermöglichen Rückkehr, geben den Menschen im Land eine Perspektive und reduzieren auch den Migrationsdruck nach Europa”, so die Ministerin.

Gespräche mit afrikanischen Amtskollegen folgen

Im weiteren Verlauf des Forums wird Meinl-Reisinger Arbeitsgespräche mit den Außenministern Somalias, Sambias und der Demokratischen Republik Kongo führen sowie an einer Paneldiskussion zum Thema Multilateralismus in Zeiten des systemischen Wandels teilnehmen. Das dreitägige Antalya Diplomacy Forum steht dieses Jahr unter dem Motto “Zukunft gestalten, mit Unsicherheiten umgehen” und adressiert die aktuellen geopolitischen Spannungen, sich verschiebende Machtverhältnisse, zunehmende Handelsbarrieren sowie wachsenden Druck auf das multilaterale System.

Meinl-Reisinger reist im Anschluss für einen zweitägigen Arbeitsbesuch nach Äthiopien, um unter anderem am “EU-Ethiopia Business Forum” in Addis Abeba teilzunehmen. Auch Arbeitsgespräche mit Vertreterinnen und Vertretern der Afrikanischen Union und der Besuch eines Entwicklungszusammenarbeitsprojekt der Austrian Development Agency (ADA) stehen auf dem Programm.

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