"Stadtbevölkerung aufklären"

Mitterhofer: “Wölfe sind keine Kuscheltiere”

Mittwoch, 10. April 2019 | 11:28 Uhr

Bozen – Christoph Mitterhofer, Mitglied des Hauptausschusses der Süd-Tiroler Freiheit und Landwirt, reagiert auf die von der Eurac durchgeführte Studie zum Thema Wolf in Südtirol. Dass die diesbezüglichen Positionen kontrovers sind, ist für Mitterhofer nicht überraschend. Dennoch bleibt er bei seiner Forderung nach einem wolffreien Südtirol, weil für ihn die Gefahr durch den Wolf klar auf der Hand liegt.

„Wölfe sind keine Kuscheltiere“, betont Mitterhofer. Einem angeblich „positiven Nebeneffekt“ der Wölfe für den Tourismus kann er nichts abgewinnen. Er warnt: „Wenn man Raubtiere als Kuscheltiere und den Wald als Streichelzoo vermarktet, wird es früher oder später zu fatalen Zwischenfällen kommen. Erst dann und wenn als Vorbeugemaßnahme unsere traditionsreichen Almen aufgelassen werden müssen, werden die Touristiker aufwachen und den Abschuss des Wolfes fordern.“

Bestimmte Ergebnisse der Eurac-Studie seien durchaus unbedingt ernst zu nehmen, etwa das mangelnde Verständnis der Stadtbevölkerung für die Situation der Nutztierhalter. Entsprechend gelte es, nicht informierte Personen aufzuklären. Mitterhofer warnt vor einer Verharmlosung des Wolfes, denn diese hätte eine Katastrophe zur Folge: „Viele Landwirte und Züchter sind am Rande der Verzweiflung und ihnen droht der wirtschaftliche Niedergang! Noch besteht die Chance, dies zu verhindern. Also nutzen wir sie!“

Von: luk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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4 Kommentare auf "Mitterhofer: “Wölfe sind keine Kuscheltiere”"


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Goldstandard
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Grünschnabel
10 Tage 20 h

Die eurac wird unter anderem mit fördergelder der eu bezahlt.
Die eu will dass der Wolf von den menschen akzeptiert wird.

knedlfanni
knedlfanni
Tratscher
10 Tage 18 h

villeicht sollte man mal die landwirte aufklären, dass der wolf nicht ihre kinder und großmütter frisst, ich glaube die verstehen da was falsch….
und übrigens ist der mitterhofer landwirt… was soll also diese einschlägige/ einfältige berichterstattung und panikmacherei stets “zu Gunsten” der Landwirte? Will hier irgend jemand Mitleid erzeugen, für den (armen) Bauernstand, da dessen Image langsam bröckelt?

Neumi
Neumi
Kinig
10 Tage 18 h

“positiven Nebeneffekt der Wölfe für den Tourismus” … woher stammt das denn? Ich hab so einen Schwachsinn noch nirgends gelesen oder gehört. Dass Wölfe Raubtiere sind, wird wohl jedem Städter bekannt sein.

Pic
Pic
Tratscher
10 Tage 16 h

Informiert die Südtiroler Bevölkerung über die ach so große Gefahr die vom Wolf ausgeht. Aber gleichzeitig soll die Bevölkerung auch über die Gefahren aufgeklärt werden, die von Pestiziden, Gülle, Kunstdünger usw. ausgehen. Dann wird man ja sehen, wer den Splitter im fremden Auge, aber nicht den Balken im eigenen sieht.

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