Von: luk
Bozen – Die Landtagsabgeordnete der Süd-Tiroler Freiheit, Myriam Atz, setzt sich seit Jahren konsequent für die Anerkennung von Erziehungs- und Pflegezeiten im Rentensystem ein. Bereits 2023 brachte sie im Südtiroler Landtag einen entsprechenden Beschlussantrag ein, der auch angenommen wurde und die Landesregierung beauftragte, sich gemeinsam mit den Südtiroler Parlamentariern in Rom für das Schaffen der rechtlichen Voraussetzungen einzusetzen. Die Abgeordnete wird hierzu eine Landtagsanfrage einreichen, um in Erfahrung zu bringen, welche Maßnahmen zur Umsetzung des angenommenen Beschlussantrages seit 2023 von Seiten der Landesregierung getroffen wurden.
Der jüngste Vorschlag der Abgeordneten Renate Gebhard, ein Jahr Erziehungszeit pro Kind für die Rente anzurechnen, wird von Atz zwar als erstes Signal in die richtige Richtung gesehen – “wirkt jedoch wie eine Alibi-Maßnahme und greift aus ihrer Sicht bei weitem zu kurz. Ein Jahr pro Kind wird der Lebensrealität vieler Familien nicht gerecht. In Wahrheit sind es oft mehrere Jahre, in denen – meist Mütter – ihre berufliche Tätigkeit unterbrechen, reduzieren oder bewusst auf Karrierechancen verzichten, um ihre Kinder zu begleiten und zu erziehen. Diese Lebensleistung darf im Rentensystem nicht länger unsichtbar bleiben”, betont Atz.
Besonders dringlich sei zudem die Frage der häuslichen Pflege von Angehörigen. “Sehr viele Frauen investieren Jahre ihres Lebens in die Betreuung pflegebedürftiger Eltern oder Partner – oft still, ohne Absicherung und ohne gesellschaftliche Anerkennung. Diese Pflege-Arbeit ist ein tragender Pfeiler unseres Sozialsystems und muss endlich auch rentenrechtlich berücksichtigt werden”, so die Abgeordnete.
Angesichts des demografischen Wandels werde dieser Bereich weiter an Bedeutung gewinnen: weniger Geburten, aber immer mehr ältere Menschen, während Pflegeeinrichtungen bereits heute an ihre Grenzen stoßen.
“Wenn Politik es ernst meint mit Gleichstellung und sozialer Gerechtigkeit, dann muss sie jene absichern, die Verantwortung in Familie und Pflege übernehmen. Ein Jahr reicht nicht aus – wir brauchen eine vollwertige Anerkennung von Erziehungs- und Pflegejahren für die Rente”, fordert Atz abschließend.
Die Süd-Tiroler Freiheit werde sich weiterhin auf Landes- und Staatsebene dafür einsetzen, dass Erziehungs- und Pflege-Arbeit den Stellenwert erhält, den sie für Gesellschaft und Sozialsystem tatsächlich hat.




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