Hemetsberger krachte ins Tor und Fangnetz

Hemetsberger-Sturz im 2. Abfahrtstraining – Casse Erster

Donnerstag, 05. Februar 2026 | 13:28 Uhr

Von: apa

Daniel Hemetsberger ist am Donnerstag im zweiten Training für die Olympia-Abfahrt in Bormio zu Sturz gekommen. Den 34-Jährigen hebelte es mit früher Innenlage aus, er verdrehte sich, touchierte eine Torstange, verlor dabei den Helm und krachte danach in den Fangzaun. Der Oberösterreicher hatte aber Glück im Unglück, konnte selbst ins Ziel fahren. “Was Gröberes sollte nicht sein”, gab er im Ziel selbst Entwarnung. Schnellster bei Sonnenschein war der Italiener Mattia Casse.

“Ich war Gott sei Dank nicht weg, habe den ganzen Sturz live miterlebt, weiß auch alles”, sagte Hemetsberger. Der Einschlag mit großer Geschwindigkeit ins Tor sei “grauslich” gewesen. “Da hat es mir ziemlich den Kopf ins Genick gerissen.” Dass man dabei den Helm verliere, könne passieren. “Das juckt mich nicht, da kritisiere ich niemanden.” Erstmals in seiner Karriere sei bei ihm der Airbag aufgegangen, schilderte der Stehaufmann mit bemerkenswerter Ruhe. “Wollte ich auch nie erleben, aber hat gepasst. Mir hat es den rechten Fuß ein bisschen verdreht, aber beim Runterfahren war es kein Problem und ich habe auch draufsteigen können”, sagte Hemetsberger. “Es ist eh der kaputte.”

“Dann ist man ein Idiot”

Dazu kamen andere Probleme. Er klagte vor weiteren ärztlichen Untersuchungen über “ein ganz bisschen Kopfweh” und hoffte, dass die “Schwellung beim Auge weggeht, weil momentan sehe ich nicht so gut”. Groß war sein Ärger über den Sturz. “Ich habe den gleichen Scheiß wie in Kitzbühel gemacht. Einmal kann man einen Fehler machen, aber nicht zweimal. Dann ist man ein Idiot, das ärgert mich gewaltig.”

Hinter Casse landeten mit Florian Schieder (+0,45 Sekunden) und Giovanni Franzoni (0,87) weitere Italiener. Stefan Babinsky (1,74), Vincent Kriechmayr (1,83) und Raphael Haaser (1,85) belegten die Plätze elf bis 13. Marco Odermatt (23.) und Franjo von Allmen (26.) ließen es noch gemächlicher angehen.

Nach zwei Trainings winkte ein Ruhetag

Kaum einer der Topfavoriten deckte seine Karten für die Abfahrt am Samstag (11.30 Uhr/live ORF 1) also auf. Für Freitag stand zunächst das 3. Training noch auf dem Programm. Die meisten Athleten gingen auch mit Blick auf prognostizierten Regen von einer Absage und einem Ruhetag aus. “Wenn es ein Training gibt, bin ich am Start. Wenn nicht, kann ich mit heute auch gut analysieren”, sagte Kriechmayr. Bereits vor dem Videostudium, für das Kriechmayr laut eigener Aussage etwa 45 Minuten verwendet, wusste er: “Es braucht sicher noch eine Steigerung hin aufs Rennen.”

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