Die Sicherheitslage erfordert erhöhten Schutz

Nach Anschlag in Berlin – CSD-Demo in Hamburg begonnen

Samstag, 01. August 2026 | 13:42 Uhr

Von: importer

Begleitet von einem großen Sicherheitsaufgebot hat am Samstag zu Mittag in Hamburg die Demonstration zum Christopher Street Day (CSD) für die Rechte sexueller Minderheiten begonnen. Die Kundgebung unter dem Motto “Solidarisch queer. Haltung zeigen – für eine Zukunft ohne Angst” findet eine Woche nach dem islamistischen Anschlag beim Berliner CSD statt. Die Veranstalter rechneten im Voraus mit rund 250.000 Besucherinnen und Besuchern.

Die Veranstalter riefen die “gesamte Stadt” zur Teilnahme auf. Der Berliner CSD-Verein nimmt mit einem eigenen Wagen an der Demonstration teil. Die Route der Demonstration führt durch die Hamburger Innenstadt, zudem gibt es unter anderem ein Straßenfest. Die Polizei wollte nach dem Anschlag in Berlin rund doppelt so viele Sicherheitskräfte wie im Vorjahr einsetzen.

Rechte von Lesben und Schwulen hart erkämpft und torpediert

Unter den Teilnehmenden waren auch Politikerinnen und Politiker aus Hamburg und dem Bund, darunter der SPD-Fraktionschef im Bundestag, Matthias Miersch und die frühere Grünen-Bundesvorsitzende Ricarda Lang. Die CSD-Kundgebungen erinnern an den 28. Juni 1969, als die Polizei die Schwulenbar “Stonewall Inn” in der Christopher Street in New York stürmte. Das gilt als Geburtsstunde der modernen Lesben- und Schwulenbewegung.

Nach dem Anschlag am Rande des CSD in Berlin, bei dem eine Frau starb und 31 Menschen verletzt wurden, hat die Hamburger Polizei angekündigt, die Demonstration stark zu schützen. Auch in anderen deutschen Städten in Deutschland und Europa, wie Amsterdam oder Brighton, finden heute CSD-Demos statt. In Hamburg wird auch ein Wagen des Berliner CSD-Vereins erwartet, auf dem die Teilnehmer dunkle Kleidung tragen. In Berlin hatte der islamistische Attentäter Abdul B. vor einer Woche mit einem Auto mehrere Menschen angefahren und weitere – vermutlich mit einer Machete – attackiert. Der 21-Jährige wurde am Sonntagabend von Polizisten erschossen.

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