Von: mk
Bozen – Heute Vormittag war Bozens Bürgermeister Claudio Corrarati an der Eurac zu Gast, um in Anwesenheit von Umweltstadtrat Marco Caruso eine wichtige internationale Tagung zur nachhaltigen Mobilität in den Alpen zu eröffnen. Die Veranstaltung, die von der Alpenkonvention und vom Umwelt- und Energieministerium unterstützt wird, trug den Titel „Moving around the Alps – Towards Sustainable Tourism Mobility“. Verantwortliche der zuständigen Behörden, Fachleute und internationale Interessenvereinigungen tauschten sich über die Entwicklung des Tourismus in den Alpen und über die damit einhergehenden Verkehrsprobleme aus.
Jedes Jahr werden in den Alpen rund 120 Millionen Besucherinnen und Besucher gezählt. Damit trägt der Tourismus in erheblichem Maße zur wirtschaftlichen und kulturellen Entwicklung des Alpenraums bei. Gleichzeitig aber ist er eine Herausforderung, denn er belastet die alpinen Ökosysteme, aber auch die Lebensqualität der Bewohnerinnen und Bewohner und ganz allgemein die Aufenthaltsqualität in den Alpen. Dies war das Spannungsfeld, in dem sich die Tagung bewegte. Die Teilnehmenden tauschten sich über ihre Erfahrungen und über gelungene Praxisbeispiele aus und sprachen über die Fortschritte bei der Entwicklung von nachhaltigen Tourismuskonzepten, insbesondere von nachhaltigen Verkehrskonzepten.
In seiner Eröffnungsrede hob Corrarati die internationale Ausrichtung der Tagung hervor und betonte deren strategische Bedeutung. „Nachhaltige Mobilität ist ein zentrales und schwieriges Thema, das sich unmittelbar auf den Tourismus, die Wirtschaft und die Lebensqualität in den Alpen auswirkt“, so Corrarati, der auch darauf hinwies, dass Südtirol den Bereich der nachhaltigen Mobilität stark ausgebaut und viele innovative Maßnahmen auf den Weg gebracht habe, angefangen von der Nutzung von Wasserstoff im ÖPNV bis hin zu den innovativen Mobilitäts- und Verkehrslösungen anlässlich der Olympischen Winterspiele im Februar dieses Jahres. Corrarati verwies auch auf die vielen Seilbahnen im Land und auf deren erhebliche Beförderungsleistung: An nur einem Tag könnten Südtirols Seilbahn die gesamte Südtiroler Bevölkerung befördern.
Die Tagung, so der Bürgermeister, finde im Vorfeld der für den 30. Mai anberaumten Sperrung des Brennerkorridors und damit zu einem Zeitpunkt statt, der geprägt sei von intensiven öffentlichen Debatten über die Mobilität im Alpenraum und über den grenzüberschreitenden Verkehr. Die geplante Transitunterbrechung werde sich vermutlich in erheblichem Maße auf den Verkehr, auf Wirtschaft und Tourismus auswirken, und dies nicht nur auf lokaler Ebene. Corrarati betonte, dass das Thema Verkehr ein gemeinsames, abgestimmtes und übernationales Vorgehen erfordere, das die ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Belange miteinander in Einklang bringt.
In dieser Lage sei die hochkarätige Veranstaltung eine wichtige Gelegenheit, den Dialog zwischen den Alpenregionen zu stärken und an gemeinsamen Strategien für eine nachhaltigere, integrierte und widerstandsfähigere Mobilität zu arbeiten.




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