Grüne fordern strategisches Handeln

Nächtigungsrekord in Südtirol: “Bettenstopp ist zahnloser Tiger”

Dienstag, 12. März 2024 | 15:25 Uhr

Bozen – Nach dem Bekanntwerden der Nächtigungszahlen im Jahr 2023 in Südtirol mit einem neuen Rekord fordern die Grünen in Südtirol “dringend strategisches Handeln” von der Landesregierung ein. Der Bettenstopp von 2022 erweise sich als zahnloser Tiger.

“Während der Bettenboom trotz Bremse munter weiterläuft, klettern Südtirols Nächtigungen von Rekord zu Rekord: Ein Anstieg von 34,4 Mio. (2022) auf 36,1 Mio. im letzten Jahr bedeuten ein Plus von fast fünf Prozent. In zehn Jahren wurde die 30-Mio.-Hürde mühelos geknackt. Hinter den nackten Zahlen steht zum einen ein Zugewinn von Wohlstand und Beschäftigung, die niemand in Abrede stellt. Noch mehr aber wiegen die radikale Veränderung von Landschaft, Mobilität und Preisniveau, vor allem der Grundstückspreise”, merken die Grünen an.

“Die Verschlechterung in diesen drei Hauptbereichen erlebt jede Südtirolerin, jeder Südtiroler Jahr um Jahr, sie lässt sich nicht schönreden. Zudem ist absehbar, dass die Klimaerwärmung und die Attraktivität den Zuspruch für Südtirol in den kommenden Jahren sprunghaft erhöhen werden: Bereits 2028 sind 40 Mio. Nächtigungen absehbar. Der erste Kommentar des neuen Tourismuslandesrats Walcher ist zwar nachdenklich, aber ohne jede Perspektive für eine bessere Steuerung der touristischen Zukunft Südtirols”, heißt es weiter.

“Wir Grüne empfehlen dringend, Maßnahmen zur Steuerung des touristischen Überflugs jetzt einzuleiten. Denn neben der Überlastung von Lebensräumen und Ressourcen wird auch die Geduld der hier lebenden Bürger und Bürgerinneninnen überstrapaziert. Eine angemessene Tourismussteuerung ist ein zentraler Baustein glaubwürdiger Klimapolitik. Auch hier ist die Landesregierung noch ohne Antworten”, so die Grünen.

Von: luk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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5 Kommentare auf "Nächtigungsrekord in Südtirol: “Bettenstopp ist zahnloser Tiger”"


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Amadeus
Amadeus
Tratscher
1 Monat 8 Tage

Ich glaube das wird sich alles selbst regulieren. Nicht nur den Südtiroler/innen auch dem Gast und der Gastin 😉 wird der Tourismusboom zu viel. Volle Straßen, überlaufene Täler und Berge usw. Mal sehn.

Mey
Mey
Grünschnabel
1 Monat 8 Tage

Ob es den Gästen selber zu viel wird, bezweifle ich. Beispiel Adria im Hochsommer, Venedig usw. Leider hat nicht eine/r unserer Politiker/innen den nötigen Weitblick, die nötige Sensibilität, diesen Übertourismus zu stoppen und unsere Heimat zu schützen!

krokodilstraene
krokodilstraene
Universalgelehrter
1 Monat 7 Tage

genau, innen und außen 🤣🤣

Doolin
Doolin
Kinig
1 Monat 7 Tage

…der sogenannte Bettenstopp ist reine Augenauswischerei…man sagt uns nicht mal, wieviel Betten es überhaupt gibt, bzw. sie wissen es selber nicht…

🤪

Faktenchecker
1 Monat 7 Tage

1. wer ist man?

2. wer ist uns?

3. wer ist sie?

4. Hier die aktuellsten Daten: https://statastat.prov.bz.it/databrowser/#/de/dissemination_node/categories/ITH1,DISS_ECO_STAT,1.0/TOURISM/TOUR_ACC_CAP

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