Von: Matthias Knapp
Bozen – Die Plattform „Für ein starkes Landesklimagesetz“ hat sich am Dienstag, den 25. August getroffen, um den aktuellen Stand der Arbeiten zu bewerten und die nächsten Schritte auf dem Weg zu einem verbindlichen Rechtsrahmen für wirksamen Klimaschutz zu beraten.
Der Sommer 2026 habe erneut deutlich gemacht, dass die Klimakrise längst Realität sei. „In Südtirol folgten auf extreme Hitzeperioden und zahlreiche Tropennächte Phasen mit Wasserknappheit und Einschränkungen beim Trinkwasser. Gleichzeitig führten Starkniederschläge zu Vermurungen und Schäden“, so die Plattform. Europaweit seien große Waldflächen verbrannt, während die extreme Hitze auch für Menschen und Tiere tödliche Folgen gehabt habe.
„Dieser Sommer hat uns erneut deutlich vor Augen geführt, dass die Klimakrise keine abstrakte Zukunftsfrage ist. Wasserknappheit, extreme Hitze und Starkregen sind längst Realität. Darauf dürfen wir nicht mit Resignation reagieren. Jetzt braucht es erst recht einen verbindlichen politischen Rahmen, der konkrete Maßnahmen ermöglicht und sicherstellt, dass Südtirol sein Ziel der Klimaneutralität bis 2040 tatsächlich erreicht“, betont die Plattform „Für ein starkes Landesklimagesetz“.
Beim Treffen hat die Plattform den bisherigen Stand der Arbeiten gemeinsam bewertet und die nächsten Schritte beraten. In Gesprächen mit mehreren politischen Vertreterinnen und Vertretern, insbesondere mit dem zuständigen Landesrat Peter Brunner, habe man im Vorfeld klären können, dass ein Landesklimagesetz auch politisch gewollt sei. Auch Landesrätin Rosmarie Pamer habe sich bereits öffentlich für die Notwendigkeit eines solchen Gesetzes ausgesprochen. Das Anliegen stoße zudem auf offene Ohren bei mehreren Wirtschaftsorganisationen. „Ein starkes Landesklimagesetz schafft für Unternehmen Planungssicherheit und klare Rahmenbedingungen. Dadurch können sie frühzeitig in klimafreundliche Technologien und Geschäftsmodelle investieren. Die notwendigen Veränderungen bringen so Innovationen, Wettbewerbsvorteile und neue Marktchancen hervor“, so die Plattform.
Aus Sicht der Plattform ist die Zeit reif, konkrete Schritte zu setzen. Gleichzeitig bestehe noch erheblichen Handlungsbedarf. Ein konkreter Zeitplan des Landes liege bislang nicht vor, ebenso wenig seien die wesentlichen Eckpunkte des derzeit vom Land noch auszuarbeitenden Gesetzesentwurfs bekannt.
Die Plattform will diesen Prozess zwar konstruktiv begleiten, pocht aber darauf, dass das Land einen klaren gesetzlichen Rahmen für wirksamen Klimaschutz auf Landesebene schafft. Ein bloß „abstraktes Rahmengesetz“ – wie in Aussicht gestellt – sei zu wenig. „Nur mit verbindlichen Zielen, klaren Maßnahmenprogrammen, effizienten Verfahren und strenger Rechenschafts- und Korrekturpflicht wird Südtirol auf den Weg zur Klimaneutralität in 14 Jahren kommen“, so die Plattform. Sie fordert daher, dem Gesetz deutlich mehr Priorität zu geben, sowie für klare Termine und einen raschen Ablauf zu sorgen.




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