Klassenzimmer für Rosegger-Schule gesichert

Projekt Stams nimmt in Meran wieder Fahrt auf

Mittwoch, 27. August 2025 | 12:20 Uhr

Von: mk

Meran – Die Modernisierung und Anpassung der Schulgebäude bildet eine der Prioritäten dieser Stadtregierung. Das größte Schulprojekt, das derzeit in Meran geplant ist, ist die Errichtung eines neuen Schulzentrums für die deutsche und italienische Mittelschule in Untermais (STAMS). Dieses Vorhaben war in der letzten Amtsperiode aufgrund von Unstimmigkeiten in Bezug auf den Raumbedarf ins Stocken geraten. Nun konnte in enger Zusammenarbeit mit den Schulführungskräften eine Lösung gefunden werden, sodass das Projekt weiter voranschreiten kann.

Angesichts des Bevölkerungswachstums, der steigenden Schülerzahlen und der zunehmenden Heterogenität der Klassen – mit unterschiedlichen sprachlichen Voraussetzungen – wurde das Raumprogramm erweitert. Im obersten Geschoss, wo bisher nur ein Halbstock vorgesehen war, wird nun eine fast vollständige Etage ausgebaut, um zusätzliche Räumlichkeiten zu schaffen. Gleichzeitig wird die Tiefgarage – wie vom Denkmalamt angeregt – auf zwei Geschosse reduziert.

„Meine große Anerkennung gilt den Lehrpersonen und den Schulführungskräften, die diese Herausforderungen tagtäglich meistern, ohne dabei an den Lernleistungen der Schülerinnen und Schüler einzubüßen. Dieser inklusive Ansatz kommt unserer gesamten Gesellschaft zugute. Deshalb müssen wir als Gemeindeverwaltung alles daransetzen, unsere Schulen bestmöglich zu unterstützen“, betonte Bürgermeisterin Katharina Zeller.

Die Techniker des Architekturbüros AM3 aus Palermo, das den europäischen Planungswettbewerb gewonnen hat, werden das Einreichprojekt nun entsprechend überarbeiten. Dieses wird anschließend der Stadtregierung vorgelegt, danach an den Technischen Landesbeirat weitergeleitet und bei positiver Bewertung dem Gemeinderat zur Genehmigung vorgelegt. Ziel ist es, dieses Verfahren bis Ende Dezember dieses Jahres abzuschließen.

Bis zur Fertigstellung dieses Großprojekts, das nicht nur den Bau der Schule umfasst, sondern auch die Mobilität und die Verkehrssituation berücksichtigen muss – damit Kinder und Jugendliche morgen sicher zur Schule gelangen können – sind zudem eine Mensa und die entsprechenden Infrastrukturen so zu planen, dass sie mit Inbetriebnahme des Gebäudes zur Verfügung stehen.

Bis dahin gilt es, der Rosegger-Mittelschule am Sandplatz genügend Platz für den Unterricht zu sichern. Die rund 200 Schülerinnen und Schüler müssen bis zur Fertigstellung des neuen Schulzentrums in Untermais untergebracht werden. Die von der Stadtverwaltung durchgeführten Marktuntersuchungen zur Suche nach alternativen Gebäuden sind zwar ohne Ergebnis geblieben, doch die in einem Flügel des angrenzenden Maria-Ward-Gebäudes bereits zugewiesenen Räume können genutzt werden – wenngleich sie modernisiert werden müssen. Zusätzlich werden weitere Klassenzimmer benötigt. Die Verhandlungen mit dem Deutschen Orden werden derzeit von Vizebürgermeister und Vermögensstadtrat Nerio Zaccaria geführt. Das Vorhaben selbst wird von Bürgermeisterin Katharina Zeller gemeinsam mit Stadträtin Antonella Costanzo weitergebracht.

Bezirk: Burggrafenamt

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