Übertragbarkeit der Staatsbürgerschaft

Regionalrat fordert bessere Rechte für Nachkommen von Auswanderern

Mittwoch, 18. März 2026 | 17:18 Uhr

Von: luk

Trient – Der Regionalrat von Trentino-Südtirol hat mit breiter Mehrheit einen Antrag des Team K angenommen, der sich an die italienische Regierung und das Parlament richtet. Ziel ist es, die Rechte von Nachkommen von Auswanderern aus der ehemaligen Österreichisch-Ungarische Monarchie zu stärken.

Konkret fordert der Regionalrat, Einschränkungen bei der Weitergabe der italienischen Staatsbürgerschaft zurückzunehmen, die durch ein Gesetzesdekret von 2025 eingeführt wurden. Diese hätten insbesondere Nachkommen aus den Gebieten des historischen Tirols sowie aus Venezia Giulia benachteiligt.

Zudem wird die Bedeutung des sogenannten „Ius culturae“ hervorgehoben – also der kulturellen Bindung durch Sprache, Traditionen und Identität. Diese Verbindungen seien vor allem in südamerikanischen Ländern wie Brasilien weiterhin sehr stark und hätten auch wirtschaftliche Bedeutung.

Der Antrag zielt darauf ab, die volle Übertragbarkeit der Staatsbürgerschaft wiederherzustellen und bestehende Benachteiligungen für betroffene Familien zu beseitigen.

Bezirk: Bozen

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