"Brücken der Solidarität und des Vertrauens"

Roberta Fontanari und Maria Theresia Zischg erhalten Solidaritätspreis 2018

Donnerstag, 17. Januar 2019 | 15:10 Uhr

Meran – Im Gemeinderatssaal wurden Roberta Fontanari und Maria Theresia Zischg mit dem Solidaritätspreis der Stadt Meran für ihr Engagement im sozialen Bereich ausgezeichnet.

Roberta Monanari, Präsidentin des Vereins A.V.V.U.L.S, leistet seit über zehn Jahren in ihrer Freizeit Freiwilligenarbeit im Krankenhaus Franz Tappeiner und im Pallliativzentrum des Bozner Krankenhauses. Seit drei Jahren ist sie auch in den von der Pitsch-Stiftung geführten Einrichtungen tätig. Sie begleitet und betreut psychisch kranke Personen, arbeitet mit Vereinen für die Betreuung von SeniorInnen und epilepsiekranken Menschen zusammen. “Jeder Mensch, der sich für das allgemeine Wohl einsetzt und neben den täglichen Verpflichtungen und Aufgaben auch noch Mitmenschen in Not seine eigene Freizeit schenkt, leistet einen wesentlichen Beitrag für unsere Gesellschaft, zur Förderung des Zusammenlebens und der Solidarität”, hob Sozialstadtrat Stefan Frötscher bei der Übergabe der Auszeichnung hervor.

Maria Theresia Zischg pflegt seit fast 28 Jahren ihren von einer schweren Erbkrankheit betroffenen Sohn. Mit unglaublicher Kraft und Liebe widmen sie und ihr Mann den  Großteil ihres Lebens der Pflege von Peter. Die Kraft für diese Lebensaufgabe schöpft Frau Zischg aus dem Glauben und aus der Malerei. Als leidenschaftliche Hobbymalerin gründete sie eine Kreativgruppe für Menschen mit Behinderung und leitet diese mit viel Einsatz und Freude. An die zehn Teilnehmer mit teilweise schwerer Körperbehinderung gehören der Gruppe an, welche sich regelmäßig zu Maltreffen einfinden.

“Maria Theresia Zischg zeigt uns, dass wir dem Leben mit viel Liebe, Kreativität und Aufopferungsbereitschaft einen Sinn geben können. Menschen wie sie sind deshalb menschlich und moralisch ein Vorbild für uns alle. Bürgerinnen und Bürger wie sie tragen das soziale Netz unserer Gesellschaft und gerade Menschen mit Behinderung brauchen Brücken der Solidarität und des Vertrauens”, so Frötscher in seiner Laudatio.

Seit 1991 ist der Solidaritätspreis der Stadtgemeinde Meran, der aus einer Urkunde und einem Geldbetrag in Höhe von 3.000 Euro besteht, zu einer festen Einrichtung geworden. Er wird an Personen oder Vereine verliehen, die ehrenamtlich im sozial-karitativen Bereich tätig sind.

Folgende Personen-/Vereine wurden bereits mit dem Solidaritätspreis der Stadtgemeinde Meran ausgezeichnet: Barmherzige Schwestern Gratsch (1991), Avuls Associazione volontariato nelle unità socio-sanitarie (1992), Josef Trafojer (1993), Maria Bomé (1994), Verband Angehörige und Freund psychisch Kranker (1995), Conferenza di San Vincenzo Santo Spirito Merano (1996), Vinzenzvereine Meran (1997), Mario Debortoli (1998), Katholischer Verband der Werktätigen Bezirk Meran (1999), Centro di aiuto alla vita (2000), Aiutami-Hilf mir (2001), Frauen helfen Frauen (2002), Etica mundi (2003), Anna Marx (2004), Tullio Mantovan (2005), Schwester Gabriella (2006), Gina Abbate (2007), Weisses Kreuz Jugend Sektion Meran (2008), Comitato organizzazione eventi Pro Emergency (2009), Margreth Schwemmbacher (2010), Paola e Anselmo Aderenti (2011), Wilfried Erckert (2012), Alpidio Balbo (2013), Herta Vitroler (2014), ASCI Esploratori d’Italia Merano 3, Guide e Scout Cattolici d’Europa und AGESCI Gruppo Merano 1 (2015), Linda Sulzenbacher und Edeltraud Kofler (2016), Sozialberatung der Pfarre St. Vigil-Untermais und Vereinigung Circle (2017).

 

Von: mk

Bezirk: Burggrafenamt

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