Israel wehrt sich gegen Angriffe aus dem Norden

Rund 100 Raketen aus dem Libanon Richtung Israel abgefeuert

Dienstag, 12. März 2024 | 22:07 Uhr

Israel und die proiranische Schiiten-Miliz Hisbollah im Libanon haben sich erneut gegenseitig beschossen. Die Hisbollah erklärte am Dienstag, “mehr als 100” Raketen auf Israel abgefeuert zu haben. Der Miliz zufolge wurden Stützpunkte des Luft-und Raketenabwehrkommandos sowie eine Raketenbasis in den von Israel besetzten Golanhöhen angegriffen. Berichte über Verletzte oder Schäden gab es zunächst nicht.

Viele Geschosse seien abgefangen worden oder auf offenem Gelände eingeschlagen, hieß es in israelischen Medienberichten. Dem Beschuss der Hisbollah waren Angriffe der israelischen Luftwaffe auf zwei Stellungen der Hisbollah in der Bekaa-Ebene im Nordosten des Libanons am Montag vorangegangen. Es sei erst der zweite Angriff von Israels Militär auf das etwa 100 Kilometer nördlich der Landesgrenze gelegene Gebiet seit Beginn des Gaza-Kriegs gewesen, berichtete die israelische Nachrichtenseite “Ynet” am Montagabend.

Aus libanesischen Sicherheitskreisen hieß es, dabei sei mindestens ein Zivilist getötet worden. Sechs weitere Menschen wurden demnach verletzt. Israels Militär teilte mit, die Attacken auf Standorte der “Luftstreitkräfte der Hisbollah” – gemeint sind wohl Kämpfer der Hisbollah, die Drohnen starten – im Nordosten des Libanons seien eine Vergeltung für Luftangriffe der Miliz.

Das israelische Militär teilte am Dienstag mit, als Reaktion auf die Raketenstarts aus dem Nachbarland am Dienstagmorgen erneut Stellungen im Nordosten des Libanons angegriffen zu haben. Ziel seien zwei Kommandozentralen der Hisbollah in der Nähe der Stadt Baalbek gewesen. Die Hisbollah teilte am Dienstagabend mit, dass bei israelischen Luftangriffen zwei ihrer Kämpfer getötet worden seien.

Seit Beginn des Gaza-Krieges nach dem Hamas-Massaker am 7. Oktober in Israel kommt es fast täglich zu gegenseitigen Angriffen zwischen der mit der Hamas verbündeten Hisbollah und Israel, üblicherweise konzentriert auf die Grenzregion. Israel will erreichen, dass sich die Hisbollah wieder hinter den 30 Kilometer von der Grenze entfernten Litani-Fluss zurückzieht – so wie es eine UNO-Resolution aus dem Jahr 2006 vorsieht.

Von: APA/dpa

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