Von: APA/AFP/Reuters
Eine russische Kampfdrohne hat am Freitag zwei Polizisten im ostukrainischen Gebiet Charkiw getötet. Ein weiterer Beamter sei verletzt worden, teilte die ukrainische Polizei mit. Das Team sei mit einem gepanzerten Auto zu einer Evakuierung von Anrainern beim Dorf Serednij Burluk unterwegs gewesen, als die Drohne ihren Wagen traf. Der Ort im Landkreis Kupjansk befindet sich mehr als 20 Kilometer von der Frontlinie entfernt.
Bei einem ukrainischen Angriff auf die Stadt Sewastopol auf der von Russland annektierten Krim wurde am Vormittag nach offiziellen Angaben mindestens ein Mensch getötet. Der von Moskau eingesetzte Gouverneur von Sewastopol, Michail Raswoschajew, erklärte am Freitag im Onlinedienst Telegram, die Luftabwehr und die russische Schwarzmeerflotte hätten bei der Abwehr des ukrainischen Angriffs 16 Drohnen abgeschossen. Sewastopol wird von der Ukraine immer wieder ins Visier genommen. In der Hafenstadt auf der annektierten Halbinsel befindet sich das Hauptquartier der russischen Schwarzmeerflotte.
Schäden an ukrainischer Öl- und Gasinfrastruktur
Russische Drohnen trafen auch die Öl- und Gasinfrastruktur der Ukraine in der zentral gelegenen Region Poltawa und verursachten dabei Schäden und einen Brand. Das teilte das staatliche Energieunternehmen Naftogaz mit. “Dies ist ein weiterer gezielter Angriff auf unsere Öl- und Gasinfrastruktur. Seit Jahresbeginn hat der Feind die Anlagen der Naftogaz-Gruppe mehr als 20 Mal angegriffen”, schrieb Firmenchef Sergij Korezkyi auf Facebook.
IAEA: AKW Saporischschja nur noch mit einer Stromleitung
Unterdessen wurde nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA das von Russland besetzte Atomkraftwerk Saporischschja im Südosten der Ukraine nur noch über eine letzte verbliebene externe Stromleitung versorgt. Eine Reserveleitung sei vor mehr als einer Woche ausgefallen. Der Ausfall der Leitung Ferrosplavna-1 am 10. Februar sei “Berichten zufolge infolge militärischer Aktivitäten” geschehen, teilte IAEA-Generaldirektor Rafael Grossi in einer Erklärung mit.
Das von russischen Truppen in den ersten Wochen der Invasion eingenommene Kraftwerk ist das größte Europas. Es erzeugt selbst keinen Strom, benötigt diesen jedoch zur Kühlung des Kernmaterials, um eine Kernschmelze zu verhindern.




Aktuell sind 0 Kommentare vorhanden
Kommentare anzeigen