Ungewissheit vor Schulbeginn

Schülervertretung fordert Klarheit zu Schulausflügen

Freitag, 29. August 2025 | 08:00 Uhr

Von: mk

Bozen – Am 8. September beginnt in Südtirol für viele Schülerinnen und Schüler ein neues Schuljahr. Die Vorfreude auf den Unterricht und die Begegnungen mit Freunden wird allerdings getrübt durch eine Frage, die in den letzten Wochen immer drängender wird: Werden die Schulausflüge in diesem Jahr stattfinden oder nicht? Diese Unsicherheit beschäftigt nicht nur die Schülerinnen und Schüler selbst, sondern auch die Eltern.

Der Landesbeirat der Schülerinnen und Schüler der deutschsprachigen Oberschulen hat sich zu Wort gemeldet und fordert mit Nachdruck, dass die Bedeutung von Schulausflügen nicht in den Hintergrund gedrängt wird. „Wir wollen nicht die Leidtragenden sein“, bringt Kevin Pichler, Mitglied des Landesbeirats, die Gefühle und Sorgen seiner Mitschülerinnen und -schüler auf den Punkt. Der Beirat ist sich einig, dass Schulausflüge eine essenzielle Rolle in der schulischen Bildung und der sozialen Entwicklung der Schülerinnen und Schüler spielen.

Schulausflüge bieten weit mehr als nur eine Veränderung des Schulalltags. Sie ermöglichen den Schülerinnen und Schülern, außerhalb des Klassenraumes ihr Wissen zu erweitern und praktische Erfahrungen zu sammeln. „Ob es sich um einen Besuch in einem Museum, eine Exkursion in die Natur oder einen gemeinsamen Ausflug an einen historischen Ort handelt – solche Erlebnisse fördern das Gemeinschaftsgefühl, das Teamwork und die sozialen Fähigkeiten. Die aktuelle Ungewissheit hinsichtlich der Schulausflüge ist nicht nur frustrierend, sondern auch hinderlich für die schulische Planung“, erklärt Pichler. Der Landesbeirat setzt sich dafür ein, dass spätestens eine Woche vor Schulbeginn Klarheit herrscht, um den Schulen und den Familien die Möglichkeit zu geben, sich auf die anstehenden Aktivitäten vorzubereiten. „Die Schülerinnen und Schüler müssen wissen, ob ihre geplanten Ausflüge stattfinden, damit sie sich darauf einstellen und ihre Erwartungen entsprechend anpassen können“, so Pichler weiter.

Die Forderung nach Klarheit sei nicht nur eine Anfrage, sondern ein Aufruf zur Verantwortung. Die Bildungspolitik sollte die Stimme der Schülerinnen und Schüler ernst nehmen und die Wichtigkeit der Schulausflüge höher gewichten. In Zeiten, in denen digitale Lernmöglichkeiten zunehmend in den Vordergrund rücken, sollten der wertvolle persönliche Austausch und das Erleben der Welt außerhalb des Klassenzimmers nicht in den Hintergrund geraten. „Schulausflüge fördern nicht nur das Wissen, sondern tragen außerdem zu einem ganzheitlichen Bildungsansatz bei, der soziale, emotionale und praktische Kompetenzen umfasst“, so der Beirat.

Die Schülerinnen und Schüler hoffen auf eine wohlwollende Reaktion der zuständigen Stellen und eine rasche Klärung der Situation. Sie wünschen sich, dass die Entscheidungsträger verstehen, „dass es in ihrer Verantwortung liegt, Rahmenbedingungen zu schaffen, die es ermöglichen, dass Schulausflüge auch in Zukunft stattfinden können“. „Wir sind bereit, Verantwortung zu übernehmen und uns für unsere Belange einzusetzen“, heißt es aus dem Landesbeirat.

Die kommenden Tage werden entscheidend für Schüler, Lehrer und Eltern sein. „Alle hoffen auf eine positive Nachricht, die nicht nur das neue Schuljahr bereichert, sondern auch dazu beiträgt, das Gemeinschaftsgefühl und die Bildungserfahrung in Südtirol zu stärken. Schlussendlich sind es die Erfahrungen, die wir sammeln, die uns formen und prägen – und Schulausflüge sind ein unverzichtbarer Teil dieses Prozesses“, so der Landesbeirat abschließend.

Bezirk: Bozen

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