Iran will bombardierte Mädchenschule in Museum umwandeln

Schule bei Luftangriff im Zentraliran zerstört

Montag, 16. März 2026 | 11:35 Uhr

Von: APA/dpa

Bei einem Luftangriff im Zentraliran ist iranischen Angaben zufolge eine Schule zerstört worden. Der Angriff ereignete sich in der Kleinstadt Khomeyn, wie die iranische Nachrichtenagentur Mehr am Montag unter Berufung auf den Gouverneur der Provinz Markazi meldete. Es habe keine Todesopfer gegeben. Mehrere Häuser in der Umgebung seien beschädigt worden. Bilder mehrerer iranischer Medien zeigten ein völlig zerstörtes Hauptgebäude hinter dem Eingang des Gymnasiums.

Welche Luftwaffe für die Bombardierung verantwortlich war, blieb zunächst unklar. Der Gouverneur in Markazi sprach von einem Angriff des “zionistisch-amerikanischen Regimes”. Bei weiteren Angriffen in der Provinz seien fünf Menschen getötet worden. Bereits am Sonntag hatten Accounts, die das Kriegsgeschehen aus dem Ausland verfolgen, über Angriffe in Khomeyn berichtet. Dort sei eine Raketenbasis der Revolutionsgarden bombardiert worden, berichtete der bekannte Netzaktivist “Vahid” unter Berufung auf lokale Bewohner.

Israel begann neue Angriffswelle im Iran

Israels Armee greift indes eigenen Angaben zufolge erneut Ziele im Iran an. Sie sprach von einer “groß angelegten Angriffswelle”, die in den Städten Teheran, Shiraz und Tabriz die Infrastruktur der Führung ins Visier nehme. Auch iranische Medien meldeten eine neue Angriffswelle in der Hauptstadt Teheran. Im Osten der Stadt seien nach israelisch-amerikanischen Angriffen Explosionen zu hören gewesen, berichtete die Nachrichtenagentur Fars. Das staatliche Fernsehnetzwerk SNN meldete Explosionen an mehreren Orten in der Millionenmetropole.

Seit Kriegsbeginn wurden im Iran nach Angaben des Roten Halbmonds mehr als 21.000 zivile Einrichtungen zerstört oder beschädigt. Insgesamt seien 69 Schulen angegriffen worden, sagte der Leiter der Rothalbmond-Gesellschaft, Pirhussein Koliwand, am Donnerstag.

Iran will bombardierte Mädchenschule in Museum umwandeln

Der Iran will unterdessen die am ersten Kriegstag bombardierte Schule im Süden des Landes in ein Museum umwandeln. “Diese Schule ist ein lebendiges Dokument der Bereitschaft der Amerikaner zu Verbrechen und muss zur Bewahrung im historischen Gedächtnis des iranischen Volkes registriert und dokumentiert werden”, hieß es in einer Regierungserklärung. Nähere Details zu den Museumsplänen gab es zunächst nicht. Die Schule selbst soll im Gedenken an die Opfer an anderer Stelle neu aufgebaut werden.

Bei dem Angriff in Minab am Persischen Golf waren Ende Februar mindestens 168 Schülerinnen zwischen sieben und zwölf Jahren, 26 Lehrerinnen sowie vier Eltern ums Leben gekommen. Medienberichten zufolge sind US-Streitkräfte für den Angriff verantwortlich. Wie die “New York Times” und der Sender CNN unter Berufung auf vertrauliche Quellen berichteten, geht das aus vorläufigen Ergebnissen einer Untersuchung hervor. Die USA hätten einen Stützpunkt der Revolutionsgarden im Visier gehabt, zu dem das Schulgebäude früher gehörte. Veraltete Ortungsdaten führten demnach zu dem folgenschweren Fehler der US-Streitkräfte.

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