Neue Drohungen des US-Präsidenten gegen den Iran

Schwere Angriffe auf den Iran – Trump droht

Samstag, 07. März 2026 | 14:59 Uhr

Von: APA/dpa/Reuters/AFP

Nach erneut schweren Angriffen der USA und Israels hat US-Präsident Donald Trump seine Drohungen gegen die Führung in Teheran verschärft. “Heute wird der Iran sehr hart getroffen werden”, schrieb Trump am Samstag in seinem Kurznachrichtendienst Truth Social. Es würden nun Gebiete und Gruppen für “völlige Zerstörung und sicheren Tod” in Betracht gezogen, die bisher nicht als Ziele galten. Der Iran werde “in die Hölle geprügelt”, also massiv und schwer geschlagen.

“Aufgrund des schlechten Verhaltens des Iran stehen Gegenden und Gruppen von Menschen, die bisher noch nicht Ziel waren, unter ernsthafter Prüfung für völlige Zerstörung und sicheren Tod”, schrieb Trump. Der Beitrag auf seiner Plattform folgte auf Aussagen des iranischen Präsidenten Masoud Pezeshkian, der am Samstag Bedingungen für ein Ende der eigenen Luftangriffe auf Nachbarländer gestellt hatte.

Entschuldigung an Nachbarländer

In einer Videobotschaft sagte Pezeshkian, der Iran werde keine Raketen abfeuern und Nachbarländer angreifen, sofern von deren Territorium keine Attacken auf den Iran erfolgten. Die bisherigen Angriffe auf Nachbarländer seien “das Ergebnis der chaotischen Situation nach dem Tod mehrerer hochrangiger Kommandanten” gewesen.

Seine Bedingungen bedeuten aber auch, dass von US-Militärstützpunkten in der Region keine Angriffe mehr auf den Iran erfolgen dürfen. Nur wenige Stunden nach der Aussage meldeten mehrere Golfstaaten, sie hätten erneut Raketen und Drohnen abgewehrt. Trump schrieb, die Entschuldigung sei nur wegen der “unerbittlichen Angriffe” der USA und Israels erfolgt.

Trump: Iran “Verlierer” der Region

Eigentlich habe der Iran die ganze Region übernehmen wollen, erklärte der US-Präsident, ohne dafür konkrete Beweise vorzulegen. Jetzt aber sei das Land der “Verlierer” der Region und werde es für viele Jahrzehnte sein, “bis sie sich ergeben oder, noch wahrscheinlicher, komplett zusammenbrechen”. Die umliegenden Länder hätten sich bei ihm bedankt, schrieb Trump.

Die Islamischen Revolutionsgarden erklärten im Anschluss an Pezeshkians Rede laut der Nachrichtenagentur Tasnim, dass sie in Übereinstimmung mit den Anweisungen des Präsidenten die Interessen und die nationale Souveränität der Nachbarländer respektierten. Alle Militärstützpunkte und Interessen der USA und Israels zu Wasser, zu Land und in der Luft in der Region würden aber weiter als Hauptziele angesehen. Hardliner im Iran warfen Pezeshkian vor, Schwäche zu zeigen, den nationalen Stolz zu verletzen und dem Land zu schaden.

Iranische Angriffe auf US-Stützpunkte

Die iranischen Marineeinheiten teilten der Nachrichtenagentur Tasnim zufolge mit, sie hätten mit Drohnen US-Stützpunkte in Abu Dhabi und in Kuwait angegriffen. Die Revolutionsgarden erklärten, sie hätten an der US-Basis in den Emiraten unter anderem ein Kommunikationszentrum und Radarsysteme getroffen.

Am Samstagvormittag berichteten iranische Staatsmedien von schweren Schäden im ganzen Land. Betroffen gewesen sein sollen unter anderem zwei Krankenhäuser in der Provinz Khuzestan im Südwesten des Landes. Laut der staatlichen Rundfunkagentur Irib war auch der Inlandsflughafen Mehrabad im Westen von Teheran Ziel von Angriffen. Medienberichte zeigten Brände und große Schäden. Auch Militäranlagen in Teheran sowie in Zentral-, West- und Nordwestiran seien attackiert worden. Unabhängige Bestätigungen dafür gab es zunächst nicht.

Die israelische Armee teilte mit, unter anderem ein unterirdisches Lager für ballistische Raketen sowie eine Militär-Universität der Revolutionsgarden in Teheran angegriffen zu haben. Im Gegenzug hatte der Iran seine Angriffe auf Israel in der Nacht auf Samstag fortgesetzt. Über Einschläge oder Schäden durch Trümmerteile sowie über mögliche Opfer wurde zunächst nichts bekannt.

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