Krankenpfleger physisch angegriffen

„Sicherheit oberste Priorität“

Mittwoch, 16. Oktober 2019 | 15:40 Uhr

Bozen/Meran – Im Anschluss an den Übergriff auf einen Krankenpfleger in der Meraner Notaufnahme haben Landesrat Thomas Widmann und Generaldirektor Florian Zerzer vereinbart, den Regierungskommissar um ein Treffen zur Verbesserung der Sicherheit in den Notaufnahmen des Landes zu ersuchen.

Laut Auskunft des Generaldirektors Florian Zerzer ist das Problem bekannt; leider kommt es in Einzelfällen zu gewalttätigen Übergriffen, davon betroffen sind insbesondere die Notaufnahmen oder auch der psychiatrische Bereich im Südtiroler Sanitätsbetrieb; in letzter Zeit haben sich diese Vorfälle leider gehäuft. „Wir sehen auch im benachbarten Nordtirol oder im restlichen Italien, dass es immer wieder zu Aggressionen auch gegen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kommt und die Gesundheitseinrichtungen gezwungen sind, Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung und des eigenen Personals zu ergreifen.“ In Südtirol sind alle Notaufnahmen betroffen. So zum Beispiel kam es jüngst auch zu Vorfällen in der Notaufnahme von Bozen und Schlanders.

Der Südtiroler Sanitätsbetrieb ist deshalb im vergangenen Jahr bereits tätig geworden; so hat im Regierungskommissariat in Bozen vor einigen Monaten ein Treffen stattgefunden, mit dem Ergebnis, dass die Carabinieri nächtliche Kontrollgänge in der Notaufnahme in Bozen durchführen. Ein Schritt, so der Primar der Bozner Notaufnahme, Mario La Guardia, der auch bereits Wirkung gezeigt habe. Auch die internen Wachdienste sind vor Ort, die allerdings begrenzte Befugnisse haben. Die Zugänge zu den Notaufnahmen und die Wartesäle sind außerdem videoüberwacht. Die gestrige gewalttätige Aktion ist auch auf den Aufnahmen ersichtlich, welche bereits im Besitz der Ordnungskräfte sind.

Offensichtlich ist, dass die Zusammenarbeit mit den Sicherheitskräften noch weiter verstärkt werden muss. Landesrat Thomas Widmann und Generaldirektor Florian Zerzer haben deshalb vereinbart, sich an das Regierungskommissariat zu wenden, um im Rahmen eines „Sicherheitsgipfels“ zu klären, ob und inwieweit Maßnahmen möglich sind, die helfen, die Krankenhäuser noch sicherer zu machen.

Der betroffene Krankenpfleger in Meran ist noch in Behandlung. Generaldirektor Florian Zerzer wünscht den Betroffenen, auch jenen von Schlanders und Bozen, eine rasche Genesung und dankt ihnen für ihren Einsatz: „Es ist inakzeptabel, dass jemand, der seine Arbeit verrichtet, derartigen Aggressionen ausgesetzt ist. Jeder Mitarbeiter und jede Mitarbeiterin sollte sich am Arbeitsplatz sicher fühlen können und wir setzen alles Erdenkliche daran, um die Sicherheit zu gewährleisten.“

Von: mk

Bezirk: Bozen, Burggrafenamt

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Kommentare

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21 Kommentare auf "„Sicherheit oberste Priorität“"


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hilfe
hilfe
Neuling
26 Tage 15 h

Wie wäre es wenn man das Kind endlich beim Namen nennen würde? Im Interview mit dem Primar der Ersten Hilfe wurde ganz deutlich dass es keine Einzelfälle sind, dass das Personal immer wieder verbal angegriffen, bespuckt wird. Also keine Einzelfälle, es kann doch nicht sein dass das Personal in einem Krankenhaus unter Polizeischutz gestellt werden muss🙈 Das Problem löst sich nicht indem man versucht alles kleinzureden und unter die Decke zu kehren!

peterle
peterle
Universalgelehrter
26 Tage 12 h

Im Meraner Krankenhaus gibt es einen Dienst für die Kontrolle für eben diese Fälle zu vermeiden. Sind diese Angestellten nur ein lebende Staffage oder haben Sie auch die Möglichkeit einzugreifen? Wenn ja wo waren Diese bei dem Vorfall?

Grantelbart
Grantelbart
Tratscher
26 Tage 12 h

@ hilfe:
Was wäre also dein Vorschlag? Ausser das Kind beim Namen zu nennen?

ma che
ma che
Tratscher
26 Tage 9 h

@peterle
Nein, die dürfen nichts tun. Ein Witz!

giftzwerg
giftzwerg
Universalgelehrter
26 Tage 14 h

auch alte ,und demente  können agressiv werden ,und in kleine abteilungen ,kann es passieren , das  oft nur eine pflegerin in dienst ist

Staenkerer
26 Tage 12 h

aha, du moansch de frau isch in beglwitschutz von zwoa olte demente kemmen ..😱? (ironisch)
es konn olles passiern, ober für demenzkronke sein de pfleger gschult und de kennen se, dorfn se behondeln, mit medikamente ruhig stelln!
de vorfälle schön zu redn isch nit drinn, de pfleger hobn koane handhabe sich zu wehr, schun gsetzlich nit, wenn se zruggschlogatn, sein se orbeitslos und stien mit an fuaß im knast, im gegensotz zu de aggressiven typn, in de sicher nit viel passiert!

selltatamolawie
selltatamolawie
Grünschnabel
26 Tage 11 h

Die sell Agressivität hot mit der nichts zu tiean.Sein zwoa verschiedne Schuach!!!!!

Goggi
Goggi
Tratscher
26 Tage 11 h

Du bisch woll a wiffzack! Weil Demente mit de zu vergleichen hot no kuaner gschofft.. BRAVO!! Sicher in Oxford studiert …
oder Cambridge .. ach wo’s sog i.. Oberchecker holt!

ma che
ma che
Tratscher
26 Tage 11 h

Das ist ein riesen Unterschied! Demente können nichts dafür, aber die 2 gestern haben mit voller Absicht zugeschlagen!

Magomerlino
Magomerlino
Neuling
26 Tage 14 h

Traurig welchen Risiken sich das Krankenhauspersonal täglich aussetzen muß und das (wenn man von den Führungskräften und Ärzten absieht) für einen Lohn, der in keinem Verhältnis steht. Neben den Gefahren, die von aggressiven Kunden ausgehen, wird vergessen, dass es auch ein hohes biologisches Risiko für das Sanitätspersonal gibt, d.h. das Risiko sich an den verschiedenen Krankheiten anzustecken.

Lana2791
Lana2791
Grünschnabel
26 Tage 11 h

Sein tuats traurig, wern ven Lond aufgnummen, kriagn Wohnungen wern übervoll unterstützt, und fiar sich auf wias in kuan Schuach mear inni passt! Wem hobmer eper de großzügigkeit zu verdonken 🤔

Savonarola
26 Tage 13 h

und wenn man sich wehrt, hat man selber eine Anzeige am Hals. Schönen Rechtsstaat haben wir da.

iuhui
iuhui
Kinig
26 Tage 14 h

Polizei und Carabinieri schauen in Bozen schon seit Jahre vorbei, das sind aber nur 20 Minuten auf 12 Stunden Nachtdienst!! Es braucht ein Sicherheitsbeamtee 24h im Triage. Punkt! Alles andere ist Augenauswischerei!

herta
herta
Grünschnabel
26 Tage 10 h

im krankenhaus bozen hat man das büro der sicherheitspolizei von der ersten hilfe so weit entfernt dass die polizei beamten nichts mehr mitbekommen sollten !

ma che
ma che
Tratscher
26 Tage 8 h

@herta
In Meran waren bis vor ein paar Jahren Polizisten genau neben der Ersten Hilfe stationiert. Die hat man aber abgezogen

saslong
saslong
Neuling
26 Tage 11 h

die Schläger óffentlich nennen und zeigen, net wegen privacy nix nennen. Olle Patienten mússen respektieren wie die als Patient respektiert werden. traurig dass man im KH jetzt Sicherheitspersonal unstellen muess.
dem Krankenpfleger gute schnelle Besserung und alles alles Gute

shanti
shanti
Grünschnabel
26 Tage 12 h

Traurig aber wahr..muss man jetzt dchon Krankenhauspersonal mit Elektroschocker ausstatten??

Anderrrr
Anderrrr
Tratscher
26 Tage 13 h

I hat ongst zu Arbeiten so als pfleger oder wos man isch in der 1.hilfe

harry
harry
Neuling
26 Tage 9 h

I glab sel houbm viele fi di krankenpfleger a oft

iuhui
iuhui
Kinig
25 Tage 22 h

@harry
daher bleiben die wenigsten längere Zeit dort!!

ma che
ma che
Tratscher
26 Tage 11 h

Ein weiterer Grund fürs Personal in die Privateirtschaft zu gehn!

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