Kein Keil zwischen öffentlich Bediensteten und jenen der Privatwirtschaft treiben

Solidarität statt Sozialneid

Mittwoch, 16. Oktober 2019 | 20:17 Uhr

Bozen – In Anbetracht der jüngsten Geschehnisse rund um die Lohnverhandlungen der öffentlich Bediensteten melden sich Richard Kienzl und Zeno Christanell, jeweils Mitglieder des SVP-Vorstandes der ArbeitnehmerInnen zu Wort. Die gegenwärtige Debatte zum neuen Bereichsabkommen im öffentlichen Dienst dürfe nicht dazu führen, dass ein Keil zwischen die öffentlich Bediensteten und jenen der Privatwirtschaft getrieben wird, so die beiden.

Oliver Oppitz

„In der aktuellen Debatte zum neuen Bereichsabkommen für den öffentlichen Dienst wird auch ins Feld geführt, welche Vorteile die Mitarbeiter*innen im öffentlichen Dienst haben. Unbestritten ist, dass die heute erreichten Rechte im Bereich des Familienschutzes und im Bereich der Gesundheitsfürsorge im öffentlichen Dienst zeitgemäßer sind als im privaten Sektor. Ebenso unbestritten ist aber auch, dass es bei den Mitarbeitern*innen von Land und Gemeinden, im Gesundheits- und Sozialbereich sowie in den Schulen längst fällige Lohnanpassungen geben muss, welche den gestiegenen Lebenshaltungskosten gerecht werden“ meint Richard Kienzl.

Es brauche keine Neiddebatte, stattdessen brauche es eine klare Anpassung der Rechte – keine Nivellierung nach unten, sondern familienfreundliche regionale Zusatzabkommen zu den nationalen Kollektivverträgen auch für Mitarbeiter*innen im privaten Bereich, sind sich sowohl Zeno Christanell als auch Richard Kienzl einig.

„Beide Anliegen sind gleichermaßen gerechtfertigt und von den Parteien vor den Landtagswahlen auch auf das Wahl- und Arbeitsprogramm gesetzt worden. Die Entscheidungsträger müssen jetzt den Worten Taten folgen lassen. Als Gesetzgeber durch die Belohnung von zeitgemäßen Arbeitsverhältnissen, beispielweise durch IRAP-Anpassungen, und als Arbeitgeber durch ein faires Bereichsabkommen für die eigenen Mitarbeiter*innen ohne sich hinter Rom zu verstecken. Die Angestellten sind dagegen gut beraten, sich nicht durch eine Neiddebatte entzweien zu lassen, sondern mit gegenseitiger Solidarität für gemeinsame Rechte einzustehen“ fasst Zeno Christanell zusammen.

Von: ka

Bezirk: Bozen

Kommentare

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7 Kommentare auf "Solidarität statt Sozialneid"


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Trotzerin
Trotzerin
Grünschnabel
26 Tage 21 h

Also dann , sollen mal Fakten u. Datem fallen . Die reiche Beute haben ja schon die Führungsposten bekommen da schaut man immer alles unter Dach u. Fach zu bringen , ohne wenn u. aber !! Das sogenannte ” Fußvolk ” wird immerzu hingehalten u. mal wieder vertröstet damit ja nicht zu viel Aufruhr entsteht…..Es ist ja lächerlich u. traurig zugleich mit wieviel Wertschätzung den öffentlich Bediensteten gegeben wird .

faif
faif
Grünschnabel
26 Tage 12 h

….bravo… voll affn punkt gebrocht…mi wundert lei wiea long sich die öffentlichen bedieansteten no aff der noos ummertonzen lossen….in frankreich gangs ondersch zua!

Rosenrot
Rosenrot
Tratscher
26 Tage 22 h

Es braucht keine Neiddebatte, sondern gleiches Recht für alle – Punkt. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen.

bon jour
bon jour
Universalgelehrter
26 Tage 20 h

ER HAT RECHT

wellen
wellen
Universalgelehrter
26 Tage 8 h

Diese Tabellen mit Auflistungen der Vor und Nachteile sind seehr hilfreich. Jetzt bitte noch Gehältervergleich!

heinold
heinold
Tratscher
26 Tage 7 h

Es geht nicht um eine Neiddebatte sondern darum, daß wir Steuerzahler nicht Kollegen-, sondern Arbeitgeber der öffentlichen Angestellten sind. Wir Steuerzahler sind daran interessiert, daß in Ämtern keine Wohlfühloasen geschaffen werden und daß sich dort Arbeit und Lohn im Gleichgewicht halten.

Parteikartl
Parteikartl
Grünschnabel
26 Tage 7 h

@ Rosenrot,

wer schürt diese Debatte? Der ASGB, oder wer verbreitet diese unnützen Angaben wie heute in der Dolo 17.09. Dr. Leimgruber: “In der privat Wirtschaft gibt es 10 Gehaltsvorrückungen!” Des stimmt so nicht!
Grob gesagt, alle 2 Jahre und das begrenzt auf 5x d. h. im Schnitt macht das 25€ brutto aus – also 12,5€ brutto jährlich.
Hier werden die Parteien  gegeneinander ausgespielt.

Der private Arbeitnehmer würde beide Hände übern Kopf zusammenschlagen, erhielte er noch die “Vorzüge” der öffentlichen Bediensteten.
Dabei würd das Unternehmen zu “Sozialfall” für die öffentliche Hand!

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