Mittel zur Konfliktlösung

Spannungen zwischen Volksgruppen: Papst nennt Südtirol-Autonomie

Montag, 19. Dezember 2022 | 10:06 Uhr

Bozen/Rom – Papst Franziskus hat Südtirol als positives Beispiel für das Zusammenleben von unterschiedlichen Volksgruppen genannt. Dies geht aus einem Interview in der spanischen Zeitung ABC hervor

Der Papst wurde zur Rolle der Kirche in Zusammenhang mit Katalonien und zu den Spannungen mit der spanischen Zentralregierung befragt.

Spanien sei nicht der einzige Fall auf der Welt mit einer solchen Situation und es gebe nicht nur eine Art, solche Probleme zu lösen, erklärte das Oberhaupt der katholischen Kirche. „In einigen Fällen wird einer Region einer Sonderstatut verliehen, während es in anderen Fällen zur Sezession kam und ein neuer Staat entstand.“ Ob dies der Weg für Katalonien sei, könne er nicht sagen.

„Vor einigen Jahren haben wir den Mut zweier Premierminister beobachtet, die das Problem in Nordmazedonien lösten“, meint der Papst. In Italien gebe es hingegen im Norden ein Gebiet, Südtirol, mit einem eigenen Autonomiestatut. Dort werde Deutsch und Italienisch gesprochen.

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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15 Kommentare auf "Spannungen zwischen Volksgruppen: Papst nennt Südtirol-Autonomie"


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was bin ich
was bin ich
Tratscher
1 Monat 17 Tage

Ist doch ganz klar Franziskus dass es wenige Spannungen gibt, wenn ein Volk auf Rechte verzichtet. Ich erkläre dir auch warum: “Die deutsche Bevölkerung verzichtet nämlich auf den Gebrauch ihrer Muttersprache im privatem und öffentlichen Leben, verzichtet auf die Einführung der Amtlichkeit der deutschen Ortsamen, spricht logischerweise mit italienischen Mitbürgern demütig auf italienisch. Umgekehrt Herr Papst ist das sehr selten der Fall “.Nun Herr Franziskus fehlt nur noch der Verzicht auf den deutschen Schulunterricht, dann ist das Werk vollendet, Restspannungen beseitigt und das Modell Südtirol ist international glorifiziert.

bon jour
bon jour
Universalgelehrter
1 Monat 17 Tage

Die deutsche Bevölkerung verzichtet nämlich auf den Gebrauch ihrer Muttersprache im privatem und öffentlichen Leben —
WO?

ich spreche mit den italienischen Mitbürgern Hochdeutsch, man staunt welche Wunder das bewirkt. Sie können ja auch nicht neapolitanisch.

Hustinettenbaer
1 Monat 17 Tage

@was bin ich
Ist schon ein paar Jährchen her: in der Vinschgaubahn eine Schulklasse. Mit einer Lehrerin und einem Lehrer. Ein Junge ging zur Lehrerin und sagte “Der Lehrer xy sagt, ich darf nicht Deutsch sprechen.” Die Lehrerin “Doch, das darfst Du. Ich spreche mit dem Kollegen.”

Na also, geht doch.

Kinig
1 Monat 16 Tage

@was bin ich…Du meinst sicher, die “deutsche SPRECHENDE Bevölkerung” Südtirols….

SilviaG
SilviaG
Universalgelehrter
1 Monat 16 Tage

Du meinst sicherlich die deutsch sprechende Bevölkerung, weil eine deutsche Bevölkerung Südtirols gibt es ja eigentlich nicht.

algunder
algunder
Universalgelehrter
1 Monat 16 Tage

sauber!!!!
genial gschriebm!

spitzname
spitzname
Grünschnabel
1 Monat 16 Tage

Wir müssen in Zeiten wie diesen froh sein, dass es so ist, wie es ist. Trotzdem darf nie vergessen werden, dass es mit dem Frieden im Lande auch wieder schnell vorbei sein kann. Schon die Umbenennung von Sieges – in Friedensplatz hat genügt, um die Italianitaaller ital Parteien aufzukochen: vittoria fu e vittoria saraper sempre !
Die gefälschten Ortsnamen, von den Touristikern geliebt, Beispiel Carezza, die faschistischen Beinhäuser und Denkmäler usw. , alles von den Südtirolern hingenommen. Im Baltikum jedenfalls wurde mit dem Ende der Russenära mit Ähnlichem ordentlich aufgeräumt.

Kinig
1 Monat 17 Tage

“Südtirol als positives Beispiel für das Zusammenleben verschiedener Volksgruppen”…🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣

Dagobert
Dagobert
Kinig
1 Monat 17 Tage

Rudolfo
Jo, in den meistn Fällen wohl eher ein Nebeneinander! 🤷

info
info
Superredner
1 Monat 17 Tage

@Rodolfo
Auch wenn das nicht auf alle Gruppen (oder, wie man heute sagen würde: “Blasen”) der Gesellschaft zutrifft (woher sollte man auch im “Toule” einen “Walschen” zum Zusammenleben finden?), es gibt genügend “Brückenbauer” oder Menschen, die da einfach darüber stehen, dass viel kreatives Miteinander geschieht.

Neumi
Neumi
Kinig
1 Monat 17 Tage

Den Stänkerern sei recht gegeben: Klar gibt’s bei uns noch vieles zu verbessern, es ist bei weitem nicht alles so rosig, wie manchmal dargstellt.
Aber im Vergleich zu andernorts klappt es hier schon ziemlich gut, das muss man zugeben.

Doolin
Doolin
Kinig
1 Monat 17 Tage

…das sollte er mal seinem Kollegen Kyrill I. von der russisch-orthodoxen Kirche erklären…diese christliche Organisation unterstützt vorbehaltlos das Morden in der Ukraine…

raunzer
raunzer
Superredner
1 Monat 17 Tage

In diesem Alter kann es schon vorkommen dass jemand schon mal wirres Zeug daher redet.

Sag mal
Sag mal
Kinig
1 Monat 17 Tage

der Papst hatt vom zusammenleben zwischen ST und IT keinen blassen Schimmer.

mandorr
mandorr
Superredner
1 Monat 16 Tage

Der Papst hat absolut Recht. Die Welt von heute hat andere Probleme zu bewältigen

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