"Verstehen wir nicht"

Stahlwerke Bozen: Gewerkschaften kritisieren Protest-Verbot vor Landhaus

Samstag, 04. Juli 2026 | 15:44 Uhr

Von: luk

Bozen – Die Gewerkschaften UILM Südtirol und UIL SGK üben scharfe Kritik an der Entscheidung des Landes, eine Protestkundgebung der Beschäftigten der Bozner Stahlwerke auf dem Magnago-Platz vor dem Landhaus nicht zu genehmigen. Die Arbeitnehmervertretungen sprechen von einem falschen politischen Signal und fordern die Landesregierung auf, in Sachen Zukunft des Industriestandorts endlich für Klarheit zu sorgen.

Nach Angaben der Gewerkschaften warten die rund 600 Beschäftigten seit Monaten auf eine endgültige Entscheidung über die künftige Konzession und die industrielle Perspektive des Werks. Die wiederholten Verzögerungen hätten die Unsicherheit unter den Arbeitnehmern weiter verschärft.

UILM-Landessekretär Eduart Dedja bezeichnet die Ablehnung der Kundgebung als mangelnden Respekt gegenüber den Beschäftigten und ihren Familien. Wer den Protest vor dem Sitz der Landesregierung verhindere, sende ein falsches Signal und erschwere den Dialog mit den Betroffenen.

Auch UIL-SGK-Generalsekretär Mauro Baldessari fordert das Land auf, Verantwortung zu übernehmen. Nach einer erfolglosen Ausschreibung und monatelangen Verhandlungen dürften die Beschäftigten nicht länger im Ungewissen gelassen werden. Die Landesregierung müsse den Verhandlungsprozess rasch abschließen und konkrete Garantien für den Erhalt des Standorts und der Arbeitsplätze geben.

Ungeachtet der verweigerten Genehmigung wollen die Gewerkschaften an ihrer Mobilisierung festhalten. Die Kundgebung ist für den 10. Juli geplant und soll in unmittelbarer Nähe des Magnago-Platzes stattfinden.

Bezirk: Bozen

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