60 Jahre Feuernacht

STF: „Höchste Zeit, die Freiheitskämpfer heim zu lassen“

Dienstag, 08. Juni 2021 | 11:54 Uhr

Bozen – DANKE! Mit diesem Wort in Form von großen Buchstaben haben Vertreter der Süd-Tiroler Freiheit heute vor dem Landtag an die Feuernacht erinnert, welche sich in dieser Woche zum 60. Mal jährt. Vor dem Landtag anwesend waren auch Freiheitskämpfer aus den 1960-er Jahren, die eindrucksvoll schilderten, wie wichtig die Anschläge gewesen seien, um für die Volksgruppenrechte der Südtiroler zu kämpfen. Neben der Erinnerung an dieses bedeutende Ereignis stand aber auch die Forderung im Vordergrund, die noch immer im Exil lebenden Freiheitskämpfer endlich heim zu lassen. Bereits diese Woche wird dazu im Landtag ein Antrag zur Abstimmung gelangen.

„Die Freiheitskämpfer der 60-er Jahre haben ihre Gesundheit und ihr ganzes Leben dafür geopfert, dass wir Südtiroler unsere Volksgruppenrechte erlangten. Ohne die Feuernacht, mit der die Weltöffentlichkeit auf das Südtirol-Problem aufmerksam gemacht wurde, hätte Italien die Autonomieverhandlungen weiter verzögert und die Italienisierung ungehindert fortgeführt. Es ist uns daher ein besonderes Anliegen, den Südtiroler Freiheitskämpfern vor dem Landtag auch offiziell für ihren Einsatz zu danken“, so die Landtagsabgeordneten Sven Knoll und Myriam Atz-Tammerle. Das, was die Südtiroler Freiheitskämpfer für die Heimat und das Volk geleistet hätten, sei keine Selbstverständlichkeit. Ihnen gebühre dafür unser Dank und Anerkennung.

Umso verwerflicher sei es daher, dass jene Freiheitskämpfer, die sich durch ihre Flucht nach Österreich vor Folter, Kerker und gezielter Ermordung retten konnten, noch immer im Exil leben müssen und nicht zu ihren Familien nach Südtirol zurückkehren dürfen, erklärt die Bewegung. „Es ist höchst an der Zeit, endlich einen Schlussstrich unter dieses leidvolle Kapitel zu ziehen und dafür Sorge zu tragen, dass diese Helden unserer Heimat endlich heimkehren dürfen.“

In diesen Tagen findet Rom ein Treffen zwischen dem österreichischen Bundespräsidenten und dem italienischen Staatspräsidenten statt, bei dem es auch um die Frage der Freiheitskämpfer geht. Mit dem Antrag im Landtag soll daher auch die Forderung Südtirols nach einer Begnadigung bzw. Amnestie nochmals offiziell unterstrichen werden. Italien schulde Südtirol zumindest dieses Zeichen der Wiedergutmachung.

„Das Vermächtnis der Süd-Tiroler Freiheitskämpfer ist uns ein politischer Auftrag“, erklärt die Süd-Tiroler Freiheit. Sie wird daher mit einer ganzen Reihe von Veranstaltungen und Initiativen an die Feuernacht vor 60 Jahren erinnern.

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

5 Kommentare auf "STF: „Höchste Zeit, die Freiheitskämpfer heim zu lassen“"


Sortiert nach:   neuste | älteste | Relevanz
wellen
wellen
Universalgelehrter
4 Tage 8 h

Tja wenn sich 3 von 4 weigern, Gnadengesuche zu stellen, formell Voraussetzung für eine Begnadigung, ist ihnen nicht zu helfen. Und Steger weigert sich hartnäckig, der Witwe und der Tochter den Namen der hintertückischen Mörders von Tiralongo zu nennen. Also von Versöhnungsbereitschaft keine Spur. Sollen in Österreich bleiben.

inni
inni
Superredner
4 Tage 6 h

… i bin gonz genau deiner Meinung 👍

DontbealooserbeaSchmuser
4 Tage 2 h

@wellen woher soll Siegfried Steger den Namen des Carabiniere kennen? Er war doch damals nicht in Mühlwald 🤔

cane-sulla-cinghia
cane-sulla-cinghia
Grünschnabel
4 Tage 6 h

🇮🇹DANKE🇮🇹

Diogenes
Diogenes
Tratscher
4 Tage 4 h

“Wer anderen die Freiheit vorenthält, hat sie selber nicht verdient!” Abraham Lincoln

wpDiscuz