Von: luk
Bozen – Die Bewegung Süd-Tiroler Freiheit kündigt eine Landtagsanfrage zur geplanten Einführung des neuen Patientenverarbeitungssystems „NGH“ im Südtiroler Sanitätsbetrieb an. Hintergrund ist nach Angaben der Bewegung wachsender Widerstand innerhalb der Belegschaft gegen die Software, die das bisher verwendete System „IKIS“ in allen Krankenhäusern ersetzen soll.
Laut der Süd-Tiroler Freiheit bemängeln Ärzte und Pflegekräfte unter anderem eine unübersichtliche Benutzeroberfläche, zusätzliche Arbeitsschritte, lange Ladezeiten sowie einen deutlich höheren Zeitaufwand bei der Dokumentation. Zudem werde kritisiert, dass das Programm nicht vollständig zweisprachig umgesetzt sei. Der Sanitätsbetrieb begründe den Systemwechsel mit Datenschutzanforderungen, diese Darstellung werde jedoch vom Chefentwickler von IKIS bestritten.
Der Arzt und Hauptausschussmitglied der Süd-Tiroler Freiheit, Andreas Tutzer, bezeichnete NGH als wenig praxistauglich und kritisierte, das System sei offenbar stärker auf Verwaltungsabläufe als auf den medizinischen Alltag ausgerichtet. Ärzte und Pflegepersonal seien zudem nicht ausreichend in die Einführung eingebunden worden.
Mit der Landtagsanfrage will die Süd-Tiroler Freiheit nach eigenen Angaben die Hintergründe der Beschaffung und Einführung der Software sowie die Entscheidungsprozesse und Auswahlkriterien klären. Zudem fordert die Bewegung mehr Transparenz und eine Neubewertung des Projekts.




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