Beschlussantrag im Landtag

STF: “Schleichende Italianisierung beim Postamt Bruneck”

Samstag, 13. Januar 2024 | 17:32 Uhr

Bruneck – Die Süd-Tiroler Freiheit sieht eine “schleichende Italianisierung beim Postamt Bruneck”: Eine Bürgerin aus Bruneck, die die Zustände am Postamt Bruneck gut kennt, hab der Süd-Tiroler Freiheit eine Beschwerde über die Zustände dort zukommen lassen.

Die Bürgerin berichtet: „Das Recht auf Gebrauch der deutschen Muttersprache beim Postamt in Bruneck ist definitiv gefährdet, da das einheimische zweisprachige Personal nun zunehmend von der Stadt abgezogen und aufs Land versetzt wird. Es gibt Tage, an denen in Bruneck ausschließlich einsprachige italienische Mitarbeiter die Schalter betreuen. Auch Neueinstellungen werden nur an einsprachige Italiener aus südlichen Provinzen vergeben. Einheimische zweisprachige Anwärter werden kategorisch abgewiesen mit der Begründung, bereits über genügend Personal zu verfügen. Die Leiterin des Postamtes Bruneck spricht ebenfalls nur Italienisch und hält die ihr unterstellten Beamten sogar dazu an, ausschließlich Italienisch untereinander sowie mit der Kundschaft zu sprechen. Viele ältere Kunden, die der zweiten Sprache nicht mächtig sind, weichen daher auf Postämter am Land aus, um dort in deutscher Sprache den Dienst in Anspruch nehmen zu können. Es hat den Anschein, dass man absichtlich die Italianisierung der Postämter vorantreiben möchte”.

Für die Süd-Tiroler Freiheit ist klar: „Es kann nicht sein, dass Menschen nicht mehr ins Postamt hineingehen können, weil sie dort nicht verstanden werden.“

Aufgrund der vielen Beschwerden bei der Post hat die Süd-Tiroler Freiheit einen Beschlussantrag im Landtag eingereicht, der die Übernahme des Postdienstes durch das Land vorsieht. “Damit sollten solche Vorkommnisse dann endlich der Vergangenheit angehören.”

Von: luk

Bezirk: Pustertal

Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

13 Kommentare auf "STF: “Schleichende Italianisierung beim Postamt Bruneck”"


Sortiert nach:   neuste | älteste | Relevanz
Tiroler25
Tiroler25
Tratscher
1 Monat 17 Tage

Das wird immer schlimmer
Unternommen wird nix
Aber die Millionen hat die Post von Arno (Steuergelder) ja bekommen

magg
magg
Superredner
1 Monat 17 Tage

Natürlich wird alles schlimmer, kein angemessenen Lohn, Überstunden am laufenden Band, Briefträger müssen als Sündenbock erhalten usw.
Die Arbeit in der Post ist für Die Südtiroler nicht so attraktiv und wenn man die Posten nicht besetzen kann, muss man halt den Posten jemand anderem geben, der vielleicht kein Deutsch spricht.
Beim nächsten Ausschreiben der Post, könnten doch mal deutschsprachige Südtiroler Ansuchen. Kommt nicht mit der Ausrede, sie nehmen sowieso nur Italiener, dann müssen halt die Referenzen besser sein.

Tiroler25
Tiroler25
Tratscher
1 Monat 17 Tage

Mann will ja deutschsprachige einheimische nicht einstellen (steht im Artikel) einheimische werden kategorisch abgewiesen mit der Begründung, bereits über genügend Personal zu verfügen.

Neumi
Neumi
Kinig
1 Monat 17 Tage

@magg “Einheimische zweisprachige Anwärter werden kategorisch abgewiesen mit der Begründung, bereits über genügend Personal zu verfügen.”

Ob’s stimmt oder nicht, steht auf einem anderen Blatt. Klingt nach Hörensagen und nicht nach etwas, was besagte Bürgerin selbst erlebt hat wie auch, hat SIE ssich beworben?).

Oracle
Oracle
Kinig
1 Monat 17 Tage

@magg… seien wir mal objektiv, die Post ist nicht gerade ein Wunschberuf, da muss man froh sein, wenn sich überhaupt jemand bewirbt. Es gibt überall Fachkräftemangel. Ich verstehe die Aufregung der STF nicht, hier wird Rosinenpicken betrieben. Wer geht noch zur Post? Ich könnte mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal einen Postschalter aufgesucht habe, im Internetzeitalter und pec….

Oracle
Oracle
Kinig
1 Monat 17 Tage

@Tiroler25… ohne das Geld vom Land, der LH vertritt es, hätten viele Postämter draussen in den Dörfern schon lange geschlossen! Dann gäbe es überhaupt niemand. Es ist sehr leicht zu kritisieren, ohne machbare Lösungen vorzuschlagen…

Tiroler25
Tiroler25
Tratscher
1 Monat 17 Tage

Die in der Post arbeiten MÜSSEN auch deutsch sprechen können
Das ist das broblem
Südtiroler müssen auch beide Sprachen Beherrschen
Wir haben das Recht in einen Postamt deutsch zu Sprechen

Chrys
Chrys
Universalgelehrter
1 Monat 17 Tage

@ Tiroler25

hätte “Arno” nicht bezahlt dann gäbe es im ganzen Land viel weniger Postämter.

Chrys
Chrys
Universalgelehrter
1 Monat 17 Tage

@ magg

die Überstunden am laufenden Band werden aber auch bezahlt. Mir wäre aber nie aufgefallen dass Postangestellte wegen Erschöpfung ausgefallen wären.

Zugspitze947
1 Monat 17 Tage

Wundert Euch DAS ? Ihr von der STF wolltet ja keine Zusammenarbeit mit den FH usw ohne Österreich Kriecherei !!!!! 😝👌 Genau IHR habt das mitzuverantworten……. und der Weg geht weiter Richtung Italia pur 😢😝👌

Chrys
Chrys
Universalgelehrter
1 Monat 17 Tage

Wir müssen uns aber auch im Klaren sein, dass es die Post im traditionellen Sinn bald nicht mehr geben wird. Außer Werbeschreibungen und Zeitungen stellt die Post schon fast nichts mehr zu. Die Firmen verschicken Ihren Rechnungen on-line, ebenfalls die Mahnung und andere Schreiben per PEC, die Ämter machen auch alles on-line. Postkarten werden auch keine mehr verschickt und bald muss jeder Private eine PEC Adresse haben.
Die Post stellt schon seit längerer Zeit nur mehr ganz gezielte Arbeitnehmer ein, der Rest wird verschwinden und durch Express Kurierdienste ersetzt.

info
info
Universalgelehrter
1 Monat 17 Tage

Das wird in Südtirol nicht geschehen, solange eine Tageszeitung sechsmal wöchentlich auch die entlegensten Höfer erreichen muss.

Faktenchecker
1 Monat 16 Tage

Die Probleme der STF müsste man haben…..😂😂😂😂😂😂

wpDiscuz