„Grenze für Partner- und Familientreffen endlich öffnen!“

STF warnt vor “menschliche Tragödien”

Samstag, 06. März 2021 | 11:45 Uhr

Bozen – Viele Bürger in Nord-, Süd- und Osttirol sind verzweifelt. Dies betont die Süd-Tiroler Freiheit. Seit Monaten dürfen sie ihre Beziehungspartner und Familienangehörigen nicht mehr treffen, nur weil diese auf der anderen Seite der Grenze wohnen.

Obwohl Österreich die Ein- und Ausreise für derartige Treffen erlauben würde, verbietet Italien die Ein- und Ausreise bzw. zwingt Bürger bei der Wiedereinreise nach Südtirol – trotz negativem Test – in eine 14-tägige Quarantäne, sofern der Aufenthalt in Österreich länger als zwölf Stunden dauert. Laut aktuellen Medienberichten soll am 18. März die Grenze zwischen Tirol und Bayern wieder geöffnet werden. „Auch für die Grenze zwischen den Tiroler Landesteilen braucht es dringend eine Lösung“, fordert die Süd-Tiroler Freiheit.

Eine hochschwangere Frau, deren Lebenspartner sie nicht mehr besuchen darf; ein Ehepaar, das seit Monaten voneinander getrennt leben muss; eine Frau, die ihre betagte Mutter und die behinderten Geschwister nicht mehr betreuen darf; Beziehungspaare, denen ein legales Treffen untersagt wird; Eltern, die ihre Kinder nicht mehr sehen dürfen, nur, weil eine willkürlich gezogenen Staatsgrenze, ein Strich auf einer Landkarte, zwischen ihnen steht – täglich würden der Süd-Tiroler Freiheit derartige Fälle zugetragen. „Darunter auch menschliche Tragödien wie der Fall einer Frau aus Osttirol, die nicht zu ihrer Mutter nach Süd-Tirol fahren durfte, der es gesundheitlich schlecht ging. Wenige Tage später war die Mutter tot“, erklärt der Landtagsabgeordnete Sven Knoll.

Die Süd-Tiroler Freiheit fordert die Landeshauptleute der Tiroler Landesteile daher auf, gemeinsam in Wien und Rom zu intervenieren, um die Grenze zwischen den Tiroler Landesteilen umgehend wieder zu öffnen. „Es geht nicht nur um das Grundrecht der Bürger auf Familie und Partnerschaft, sondern auch um die Glaubwürdigkeit der Europaregion Tirol“, betont Knoll.

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

5 Kommentare auf "STF warnt vor “menschliche Tragödien”"


Sortiert nach:   neuste | älteste | Relevanz
Doolin
Doolin
Superredner
1 Monat 6 Tage

…diese Europaregion Tirol ist so unnütz wie ein Kropf…
🤪

Staenkerer
1 Monat 6 Tage

und de willkürlich gezochnen gemeindegrenzn?
des isch woll no lächerlicher wenn zb. großeltern “kriminell” wern müßn weil se es enkele in der nochborgemeinde wieder amoll sechn welln! des isch schikane und viele findens no guat! es isch schlicht zum 🤮und 😭 das man des mit androhung von strofn überhaupt unterbinden dorf!
do woll eu und euroregion, do fahlts schun ba der demokratie!

Lana2791
Lana2791
Tratscher
1 Monat 6 Tage

Um Menschliche Tragödien schert sich insere LR souepes ve nix!

logo
logo
Grünschnabel
1 Monat 6 Tage

Bravo Herr Knoll !  Ich sehe meine 80 jährige Mutter seit November nicht mehr. Sie lebt allein in Osttirol und muss sich selbst irgendwie über Wasser halten.
Scheint in Südtirol kein Thema zu sein … vieleicht wäre es besser sich direkt an LH Platter zu wenden. Bei uns geht sowieso nichts mehr weiter.

Neumi
Neumi
Kinig
1 Monat 6 Tage

Ich wäre ja schon froh, wenn ich für Familientreffen aus der Gemeinde rausdürfte. Auf Ost- und Nordtirol kann ich vorerst verzichten.

Aber wenn man sich schon für so was einsetzt, dann sollte man sich auch gegen die Grenze nach Trient und zur Schweiz einsetzen, oder?

wpDiscuz