"Präsident Putin hat die Ukraine für immer verloren", so Stoltenberg

Stoltenberg hält Putins Ziele nicht mehr für erreichbar

Freitag, 22. Dezember 2023 | 06:21 Uhr

NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg geht davon aus, dass Russland seine Kriegsziele in der Ukraine trotz großer militärischer Anstrengungen nicht mehr erreichen kann. Der Zweck der von Präsident Wladimir Putin angeordneten Invasion sei es gewesen, zu verhindern, dass die Ukraine sich in Richtung NATO und Europäische Union bewegt, sagte er in einem dpa-Interview. Nach fast zwei Jahren Krieg sei die Ukraine nun aber näher an der NATO und der EU als je zuvor.

“Präsident Putin hat die Ukraine für immer verloren”, sagte Stoltenberg mit Blick darauf, dass Russland die Ukraine jahrzehntelang als Teil seiner Einflusssphäre sah. Dies sei eine große strategische Niederlage für Russland. Er sei sich absolut sicher, dass die Ukraine ihr Ziel eines NATO-Beitritts irgendwann erreichen werde.

Stoltenberg verwies zudem darauf, dass Russland für seinen Krieg einen enorm hohen Preis zahlt. Das Land habe bereits Hunderte von Flugzeugen und Tausende von Panzern verloren und 300.000 Soldaten seien getötet oder verwundet worden. Infolge des Krieges steige zudem die Inflation und der Lebensstandard sinke. Auch sei Russland politisch isolierter als zuvor.

Gleichzeitig warnte Stoltenberg davor, angesichts der Entwicklungen auf ein schnelles Kriegsende zu setzen und zu glauben, dass Putin nach der voraussichtlichen Wiederwahl am 17. März einen Kurswechsel einleitet. “Wir haben keine Anzeichen dafür, dass Putin seine Ziele und seine Politik ändern wird”, sagte der frühere norwegische Regierungschef. “Er wird weiter versuchen, mehr Gebiete zu besetzen.”

Von: APA/dpa

Kommentare
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N. G.
N. G.
Kinig
2 Monate 11 Tage

Wenn der Krieg lange andauern wird, wovon ich von Anfang an überzeugt war dann sehe ich die Gefahr für die Ukraine eher aus dem Westen kommen. Im schlimmsten Fall stehen die Ukrainer zuletzt allein im Regen. Wie lange werden die Menschen im Westen stillhalten wenns ums Geld geht. Der soziale Frieden ist jetzt schon in einigen Ländern gefährdet und somit wird Putin weiterhin auf Zeit spielen denn das war und ist sein Ziel.

nikname
nikname
Universalgelehrter
2 Monate 11 Tage

dieser Krieg ist zu einem Stellungskrieg geworden. Die Geschichte lehrt uns das solche Kriege immer mit einer Einigung enden, bin auch überzeugt das alle beide einen langen Atemzug haben. Wer die Leidtragenden sind wissen wir.

xXx
xXx
Kinig
2 Monate 11 Tage

Am Anfang hast du rumgeheult das man doch bitte den Wünschen von Putin klein bei geben soll, weil Russland eine Atommacht ist und ansonsten die Welt unter geht…
Schlechtes Gedächtnis?

Suedtirolfan
Suedtirolfan
Universalgelehrter
2 Monate 11 Tage

@N.G.
lch widerspreche dir direkt und schließe mich in vollem Umfang der Einschätzung des NATO- Generalsekretärs an !
Und für mich stellt sich das in Zukunft so dar , daß Putin eine Niederlage- wie auch immer die geartet sein könnte – niemals zugegeben würde…🛡

N. G.
N. G.
Kinig
2 Monate 11 Tage

@xXx Am Anfang dachte die komplette Weltgemeinschaft, dass Putin sie überrennen wird. Da war ich nicht alleine. Vergisst wohl dir Hälfte zu erwähnen! Als sich Putin als zu schwach erwies wurde umgedacht. Und was haben wir jetzt? Langen Krieg, Stellungskrieg! Der wahrscheinlich von niemandem gewonnen wird.

N. G.
N. G.
Kinig
2 Monate 11 Tage

@Suedtirolfan Wenn du aus den Ausagen Stoltenbergs nur positives lesen willst dann soll es so sein.
Wer internationale Berichterstattung verfolgt, auch zur Lage in der Ukraine weiß, dass es nicht zum Guten steht. Was auch immer Putin erreicht oder nie erreichen wird. Stoltenbergs Statements sind politischer Natur, das müsstest du eigentlich wissen.

N. G.
N. G.
Kinig
2 Monate 11 Tage

@xXx Na, kannst ja Doolin fragen, als ich von langem Krieg geredet hab, hat der am Rad gedehnt.

Pacha
Pacha
Universalgelehrter
2 Monate 11 Tage
Das klingt alles nach Durchhalteparolen aber die Realität sieht anders aus. Russland hat seine Ziele in der Ukraine erreicht, die Ukraine ist fast zu 100 Prozent vom Westen abhängig, militärisch wie auch finanziel. General Saluschnyj hat selber gesagt, daß der Krieg in einer Sackgasse steckt und er 350 bis 400 Milliarden US Dollar benötigt um die Russen zurück zu werfen. Die Ukraine benötigt aber auch noch weitere Milliarden an westlicher Hilfe um den eigenen Haushalt abzudecken, ein Fass ohne Boden. Die Lange an der Front sieht nicht gut für die Ukraine aus und wenn wir jetzt auch noch hören dass… Weiterlesen »
Neumi
Neumi
Kinig
2 Monate 11 Tage

Damit sind sie näher am Westen als jemals zuvor. Glaube nicht, dass er das wollte.

OrtlerNord
OrtlerNord
Universalgelehrter
2 Monate 11 Tage

Pascha.( großer Befürworter vom Möchtegernzar und Killer).
Denk immer daran wer für das ermorden der ukrainischen Bevölkerung verantwortlich ist!
DAS hat er erreicht, die Ratte

Pacha
Pacha
Universalgelehrter
2 Monate 10 Tage

In welche Richtung die Ukraine in Zukunft auch gehen wird, das Land wird für immer gespalten sein. Zu tief sind jetzt die Gräben zwischen der ukrainischen und russischen Sprachgruppen und Selenskyj trägt die größte Mitschuld. Er hat die Geschichte seines Landes, die einzelnen Sprachgruppen und deren Kultur missachtet. Südtirol war einst Vorbild für den Donbass, wie weit es aber dazu gekommen ist sehen wir ja.

Orch-idee
Orch-idee
Universalgelehrter
2 Monate 11 Tage

Dass ist wohl sein Wunschdenken 🤥

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