Von: luk
Bozen – Die Bewegung Süd-Tiroler Freiheit spricht sich gegen eine mögliche Verlegung des König-Laurin-Brunnens vom Silvius-Magnago-Platz in Bozen aus. In einer Aussendung fordert die Bezirksorganisation Bozen Stadt/Land, den Brunnen an seinem heutigen Standort zu belassen.
Hintergrund sind Überlegungen, am Silvius-Magnago-Platz ein weiteres Denkmal für den früheren Landeshauptmann Silvius Magnago zu errichten. Nach Ansicht der Süd-Tiroler Freiheit wäre eine Verlegung des Laurin-Brunnens dafür nicht gerechtfertigt. Bezirkssprecher Peter Brachetti verweist darauf, dass Magnago bereits durch die Benennung des Platzes ausreichend gewürdigt werde.
Die Bewegung bezeichnet den Laurin-Brunnen als wichtiges Symbol der Tiroler Geschichte und Kultur. Sie erinnert daran, dass der Brunnen während der Faschismuszeit aus Bozen entfernt und erst später wieder an seinen heutigen Standort zurückgebracht worden sei. Eine erneute Versetzung würde aus ihrer Sicht ein falsches Signal senden.
Zur Untermauerung ihrer Position verweist die Süd-Tiroler Freiheit zudem auf historische Unterlagen. Aus einer Korrespondenz des damaligen Kulturlandesrates Bruno Hosp gehe hervor, dass auch Silvius Magnago den heutigen Standort des Brunnens vor den Landhäusern befürwortet habe.
Kritik übt die Bewegung außerdem daran, dass ihrer Ansicht nach weiterhin zahlreiche Relikte aus der Faschismuszeit im öffentlichen Raum erhalten seien, während bei Tiroler Denkmälern immer wieder über Versetzungen diskutiert werde.
Die Süd-Tiroler Freiheit fordert daher, den König-Laurin-Brunnen an seinem jetzigen Standort zu belassen und auf eine Verlegung zugunsten eines weiteren Magnago-Denkmals zu verzichten.




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