Zimmerhofer für Zusammenarbeit der Straßendienste innerhalb der Europaregion

Süd-Tiroler Freiheit vergleicht Straßen dies- und jenseits der Grenze

Dienstag, 18. September 2018 | 17:40 Uhr

Lienz – Warum ist der Straßenzustand in Osttirol viel besser als in Südtirol? Um diesem Umstand nachzugehen, besuchte heute eine Delegation der Süd-Tiroler Freiheit das Baubezirksamt und die Straßenmeisterei in Lienz, um sich über Straßenbau und Straßenerhaltung, Winterdienst, Behördenverfahren usw. zu informieren.

stf – Die Straße in Südtirol

Dipl.-Ing. Harald Haider gab einen tiefen Einblick in die vielfältige Arbeit der Straßenmeisterei Lienz in Osttirol. Dazu einige Details: Das Tiroler Landesstraßennetz weist eine Länge von 2.240 Kilometern auf. Für die bauliche Straßenerhaltung des Landesstraßennetzes standen im Jahr 2016 rund 21,8 Millionen Euro zur Verfügung. Davon wurden 12,1 Millionen für die Sanierung schadhafter Beläge und Mauern und 4,6 Millionen für die Instandsetzung von Brücken und Tunnel sowie von elektro- und maschinentechnischen Anlagen aufgewendet.

Eine Boden- und Baustoffprüfstelle (Straßenlabor) begleitet die Bauvorhaben der Landesstraßenverwaltung von der Ausschreibung bis zur Schlussfeststellung hinsichtlich Qualitätssicherung der Erdbau- und Asphaltarbeiten.

Seit dem Jahr 2010 wird die messtechnische Zustandserfassung mit dem System Argus durchgeführt. Die erfassten Daten werden in eine spezielle, auf die lokalen Verhältnisse in Tirol abgestimmte EMS-Software eingepflegt und optimierte und langfristige Erhaltungsstrategien errechnet. Diese bilden die Grundlage für eine ingenieurmäßige Ausarbeitung von Erhaltungsbauprogrammen.

stf – Die Straße in Osttriol

Das Personal der Straßenmeistereien stellt die wichtigste Ressource des Straßendienstes dar. Die zentrale Verwaltung des Landesstraßendienstes umfasst inklusive der nunmehr 14 Straßenmeister 38 Vollzeitstellen. Die operative Arbeit wird derzeit von 383 Mitarbeitern mit handwerklicher Funktion wahrgenommen.

Ein weiteres Thema, das besprochen wurde, war die ausständige Umfahrung in Sillian. Laut Auskunft von Dipl.-Ing. Harald Haider gebe es bis heute keine direkten Kontakte zwischen den Landesstraßendiensten im Süd- und Osttiroler Pustertal.

Der Landtagsabgeordnete der Süd-Tiroler Freiheit, Bernhard Zimmerhofer stellte abschließend fest: „Der qualitative Unterschied am Straßenzustand war beim Übertritt an der Grenze bei Winnebach ganz deutlich zu sehen und auch zu spüren. Eine Verbesserung der Situation in Südtirol würde eine enge Zusammenarbeit der Straßendienste innerhalb der Europaregion Tirol bringen, mit dem Ziel den Bürgern eine qualitativ hochwertige Infrastruktur bieten zu können.“

Von: mk

Bezirk: Pustertal

Kommentare

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4 Kommentare auf "Süd-Tiroler Freiheit vergleicht Straßen dies- und jenseits der Grenze"


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Tabernakel
1 Monat 5 Tage

Mir sind die Südtiroler Straßen lieber. Auf den Ösi-Pisten wird der gemeine Südtiroler zur rasenden Wildsau.

Marco schwarz
Marco schwarz
Tratscher
1 Monat 5 Tage

Der Zimmerhofer und die Straßen, schon a ganz besondere Beziehung. Aber bei der Basiswahl der Hausärzte wettern, wenn in Bruneck die Leute Schlange stehen müssen, obwohl diese auch in Sand in Taufers hingehen hätten können? Wo war er da der Zimmerhofer? Anstatt zu kritisieren wären oft Lösungen wünschenswert!

MickyMouse
MickyMouse
Universalgelehrter
1 Monat 4 Tage

Die Lösungen wären:mehr investieren und mit den Flickwerken auf den Südtiroler Strassen aufhören-könnte X-Beispiele nennen,habe sie fotografiert!

Gagarella
Gagarella
Universalgelehrter
1 Monat 5 Tage

Sehr geschätzte Süd-TIROLER Freiheit. Österreich und Italien sind nicht im Stande uns Süd-TIROLERN den Pass vom Vaterland Österreich zu ermöglichen,und dann möchte die Süd-TIROLER Freiheit Grenzüberschreitend Arbeiten durchführen? Es wird nicht mehr lange dauern da Marschieren wieder Grenzpolizisten bei den Grenzen auf, da kommt keine Fremde Maus mehr von A nach B, und irgendwelche Straßendienstfahrzeuge schon gar nicht. Gut gemeint, aber ich Glaube wir weiterhin von eine Schlagloch ins andere fahren müssen.

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