"Gemeinderat soll tätig werden"

Team K: “Ötzi soll in der Stadt bleiben”

Montag, 22. Februar 2021 | 18:11 Uhr

Bozen – Die Bozner Gemeinderäte von Team K, Matthias Cologna und Thomas Brancaglion, wollen das Ötzi-Museum im Zentrum von Bozen behalten. Die Gletschermumie dürfe nicht auf den Virgl verlegt werden.

“Die Museen sind zwar formell Zuständigkeit des Landes. Dies kann aber nicht als Argument gelten, um die Stadt von Entscheidungen auszuschließen, die für ihre Entwicklung von grundlegender Bedeutung sind. Auch der Bozner Gemeinderat – das höchste demokratische Gremium der Stadt – muss deshalb schnellstens einbezogen werden”, fordert das Team K.

Ötzi und das Archäologiemuseum stellen mit über 250.000 Eintritten pro Jahr (vor Covid) einen außergewöhnlichen Anziehungspunkt dar, dessen Verlegung erhebliche Auswirkungen auf den gesamten Stadtkern haben würde. “Wir brauchen eine weitsichtige Entscheidung, die über Partikularinteressen hinauszublicken weiß. Die positiven Auswirkungen der städtischen Anziehungspunkte soll möglichst einem großen Teil der Stadt zugutekommen”, fordert Gemeinderat Matthias Cologna.

In diesem Sinne hatte der Südtiroler Landtag am 11. April 2019 einen Antrag des Teams K angenommen, der eine eingehende Studie rund um alle Aspekte der Standortsuche forderte (“Keine Verschiebung des Ötzi-Museums ohne nachgewiesene gesamtwirtschaftliche Vorteile für die gesamte Stadt Bozen”, Antrag 67/19), wobei der Auftrag dann an die “Sinloc Spa” aus Padua gegeben wurde. “Im Abschlussbericht müssen die beauftragten Fachleute maximal sechs Standorte angeben, die für das neue Museum geeignet sind, von denen einige sicherlich in die von unserem Beschlussantrag geforderte Vision der Stadt passen.”

“Auch der HDS hatte in Zusammenarbeit mit der internationalen Beratungsfirma KPMG eine Studie durchgeführt, und zwar mit dem innovativen Instrument der Geoanalyse. Die Verlegung des Archäologiemuseums auf den Virgl, mit der Talstation der Seilbahn in der Nähe des Einkaufszentrums SIGNA, würde also unweigerlich den Touristenstrom von den Lauben und dem Waltherplatz in Richtung Südtirolerstraße verlagern. Das Archäologiemuseum am jetzigen Standort trägt dagegen wesentlich zur Belebung und zum Erhalt der Vitalität der Ache vom Grieser Platz bis zum Rathausplatz bei”, ergänzt Gemeinderat Thomas Brancaglion: “Wir wissen, wie sehr die kleinen Läden bereits unter der Konkurrenz der Einkaufszentren leiden, ein Problem, das durch die Pandemie und die Onlinekäufe noch verschärft wird.”

“Wir fordern daher, dass der Gemeinderat als Interessenvertreter der gesamten Stadt sofort tätig wird und sich für einen neuen Standort für das Ötzi-Museum in der Nähe des jetzigen ausspricht, um einen ‘Museumsbezirk’ zu schaffen, der auch das Merkantilmuseum, das Museion, das Stadtmuseum und die Krypta des Siegesdenkmals umfasst”, so das Team K.

Von: luk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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13 Kommentare auf "Team K: “Ötzi soll in der Stadt bleiben”"


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anonymous
anonymous
Universalgelehrter
3 Tage 42 Min

Ötzi soll in ein Grab U auf deinem Friedhof wo jeder sterbliche Mensch das recht hat seinen Frieden zu Finden

Missx
Missx
Kinig
2 Tage 23 h

@anonymous
Konnschdo vorstell…

Chrys
Chrys
Tratscher
2 Tage 23 h

Dann könnten wohl weltweit sehr viele Museum schließen.

Doolin
Doolin
Superredner
2 Tage 20 h

…der iceman gehört heim auf seinen Gletscher…
🤔

Offline
Offline
Tratscher
2 Tage 23 h

Wie wäre es mit einer würdevollen Bestattung für den Mann aus dem Eis ? Ein gläserner Kühlschrank, in den in “Normalzeiten” täglich Hunderte von “Interessierten” ?? reinstarren, entspricht nicht meiner Vorstellung von Menschlichkeit und geschützterTotenruhe.

PeterSchlemihl
PeterSchlemihl
Superredner
2 Tage 21 h

Sehr, sehr richtig.

Trina1
Trina1
Superredner
2 Tage 20 h

Offline, stimme dir zu !

Chrys
Chrys
Tratscher
2 Tage 23 h

Wohin der Oetzi soll sind wohl nur 2 Entscheidungsgrundlagen.
Wirtschaftlich gesehen passt der Oetzi in die Stadt, da belebt er die Museumstrasse, Obstplatz, Talferbrücke und Freiheitsstraße, sehr zum Wohl der Wirtschaft.
Auf dem Virgl haben die Besucher einen schönen Ausblick, benützen die Seilbahn von Benko und beleben das neue Einkaufszentrum. Dann erleidet eben die Freiheitsstraße und Museumstrasse einen finanziellen Einbruch. 
Da sieht eben jeder seinen wirtschaftlichen Vorteil. Um das wirkliche Problem geht es wohl keinem. Nur um den wirtschaftlichen Vorteil.

Missx
Missx
Kinig
2 Tage 21 h

@Chrys
Genau do ist es. Man muss entscheiden wer zum Geldsegen kommt. Was da wohl im Hintergrund gestritten wird…

nuisnix
nuisnix
Universalgelehrter
2 Tage 7 h

Die Freiheitsstraße kannst du aus deinen Überlegungen streichen.
Die ist heute bereits tot – ob mit oder ohne Ötzi, ist dabei ganz einerlei!

inni
inni
Superredner
2 Tage 22 h

VIRGL wäre DIE ideale und würdige Besuchsstätte ❗️

Trina1
Trina1
Superredner
2 Tage 23 h

Den Ötzi wird die Einnahmequelle wenig interessieren ! Er möge ruhen in Frieden 🙏

inni
inni
Superredner
2 Tage 19 h

Wessen Interessen Paul Köllensperger mit seinem sein Team wohl vertreten mag … 🤔 … 😜

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