Von: mk
Bozen – Der Verein „Südtirol für Burundi“, der Kindern in einem der ärmsten Länder der Welt eine bessere Zukunft ermöglichen soll, ist erst kürzlich vorgestellt worden. Vorsitzender ist Landesrat Philipp Achammer. Das ist kein Zufall. Im Interview mit Alto Adige online verrät Achammer mehr über die Adoption von Joelle.
Burundi ist ein kleines Land in Ostafrika – reich an Natur, aber arm an Möglichkeiten. Bei einem Besuch vor über einem Jahr stieß Landesrat Philipp Achammer gemeinsam mit seiner Frau Nicole Uibo auf das kleine Mädchen in einem Waisenhaus. Damals war das Kind erst fünf oder sechs Monate alt und deutlich unterernährt.
Die Mutter hat das Mädchen dort abgegeben, weil sie nicht einmal genug zum Essen für sich selbst hatte. Achammer und seine Frau haben sich darauf zur Adoption entschlossen. Gemeinsam mit seinem Sohn Paul ist Joelle nun Teil seiner Familie.
Der Entschluss, das Mädchen zu adoptieren, sei sofort gefallen. „Warum wir ausgerechnet uns für sie entschieden haben, das weiß ich nicht. Das sind Fragen, die kann man nicht beantworten. Ich habe sie angeschaut und sie hat mich angeschaut“, erzählt Achammer von seiner ersten Begegnung mit Joelle.
Burundi hat rund 33 Millionen Einwohner und zählt zu einem der schönsten Länder in Afrika, doch die Menschen sind bitterarm. Das Leben in Burundi aus nächster Nähe kennenzulernen und wieder zurück nach Südtirol zu kommen, war für Achammer ein existenzieller Schock.
Die Kinder gehen in der Regel nicht zur Schule, weil die Familien die jährlichen Kosten in Höhe von 15 Euro nicht stemmen können. „Mit einer Spende von 30 Euro kann man Bildung für einen Jungen oder ein Mädchen gewährleisten. Mit Füllfeder und Heften“, erklärt Achammer. Er brauche nicht viel, um die Menschen in Burundi glücklich zu machen.
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