Russland macht vor Angriffen auf zivile Ziele nicht halt

Tödlicher Unfall bei Drohnenangriff auf Zug in der Ukraine

Sonntag, 22. März 2026 | 10:43 Uhr

Von: APA/dpa/Reuters

Bei einem russischen Drohnenangriff auf einen Personenzug in der Ukraine ist es zu einem tödlichen Unfall gekommen. Der Zug im Gebiet Odessa hielt und sollte geräumt werden, wie die ukrainische Staatsbahn Ukrsalisnyzja am Sonntag auf Telegram mitteilte. Dabei sei eine Schaffnerin von einem entgegenkommenden Zug getötet worden, der ebenfalls einen Haltepunkt zur Evakuierung ansteuerte. Ein Passagier sei verletzt worden.

Die Bahn berichtete noch von einem weiteren Angriff auf einen Zug im Gebiet Dnipropetrowsk. Dort sei die Räumung problemlos verlaufen. Die ukrainische Eisenbahn hält trotz mehr als vier Jahren Krieg den Betrieb aufrecht und trägt zum Überleben des angegriffenen Landes bei. In den vergangenen Monaten hat die russische Armee verstärkt auf Bahnhöfe und Züge gezielt. Die ukrainische Bahn versucht ihre Lokomotiven durch käfigartige Aufbauten gegen Drohnen zu schützen.

Die ukrainische Luftwaffe ortete nach eigenen Angaben in der Nacht 139 feindliche Drohnen, von denen 127 abgefangen worden seien. Unter anderem wurde ein Angriff das Umland von Kiew gemeldet.

Wieder Dorf eingenommen

Russische Truppen haben nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur RIA in der Ukraine ein weiteres Dorf eingenommen, Potapiwka in der nordöstlichen Region Sumy. RIA berief sich auf das russische Verteidigungsministerium. Zudem wehrte die russische Luftabwehr nach Angaben des Regionalgouverneurs Radij Chabirow einen ukrainischen Drohnenangriff auf die Stadt Ufa in der Region Baschkortostan ab. Die Drohnen seien in der Nähe der Ölraffinerien der Stadt abgeschossen worden.

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