Antrag angenommen

Tramin sagt Nein zur Zerschneidung des Unterlandes

Freitag, 31. Juli 2026 | 15:07 Uhr

Von: Matthias Knapp

Tramin – Der Gemeinderat von Tramin hat einen Antrag der Süd-Tiroler Freiheit einstimmig angenommen, der sich gegen die Neuzeichnung des Senatswahlkreises ausspricht. Tramin spricht sich entschieden gegen die geplante Neueinteilung der Senatswahlkreise aus. Der Gemeinderat setzt ein klares Zeichen gegen die Zerschneidung des Überetschs und des Unterlandes.

Der Kammerabgeordnete Alessandro Urzì möchte den Senatswahlkreis Bozen-Unterland neu zuschneiden. Tramin, Kurtatsch, Margreid, Kaltern und Eppan sollen zum Senatswahlkreis Meran kommen. Aldein käme zum Kreis Brixen. Im Senatswahlkreis Bozen-Unterland blieben nur noch die teilweise italienischsprachigen Gemeinden von Salurn bis Leifers. Ziel sei es laut Süd-Tiroler Freiheit, den italienischen Parteien eine künstliche Mehrheit zu verschaffen.

„Das führt zu einer ungerechtfertigten Teilung des historisch, kulturell und wirtschaftlich eng verflochtenen Raumes des Überetschs und des Unterlandes“, betonten die Gemeinderäte der Süd-Tiroler Freiheit, Stefan Zelger, Peter Frank und Leo Geier. „Ein ähnliches Vorgehen hatte bereits 1927 unter dem Faschismus die gewachsenen politischen und territorialen Strukturen unseres Tales missachtet“, zeigten die Gemeinderäte auf. Dieser Argumentation folgten auch die Gemeinderäte der SVP.

Mit dem Beschluss fordert der Gemeinderat von Tramin die italienische Regierung sowie die Südtiroler Abgeordneten und Senatoren auf, die Neuregelung zurückzunehmen. Zugleich appelliert der Gemeinderat an den Südtiroler Landtag und die Landesregierung, sich entschlossen gegen die Teilung des Unterlandes einzusetzen.

Mit dem einstimmigen Beschluss stelle der Traminer Gemeinderat klar, man lasses sich nicht wehrlos auseinanderdividieren, so die Süd-Tiroler Freiheit.

Bezirk: Überetsch/Unterland

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