Von: Lukas Unterkofler
Bozen/Pergine Valsugana – Pergine Valsugana ist der Spitzenreiter bei den Einnahmen aus Radarstrafen in der Region Trentino-Südtirol.
Das geht aus einer Auswertung des Vergleichsportals Facile.it hervor, das die öffentlichen Haushaltsdaten zu Geschwindigkeitsübertretungen nach Artikel 142 der italienischen Straßenverkehrsordnung analysiert hat.
Demnach nahm die Gemeinde im Jahr 2025 insgesamt 1.439.211 Euro durch Bußgelder wegen überhöhter Geschwindigkeit ein. Pergine steht seit Jahren wegen zweier stationärer Radargeräte entlang der Staatsstraße SS47 in der Kritik.
Erst vor wenigen Wochen hatten zwei Autofahrer vor Gericht Erfolg: Ihre Strafen wurden aufgehoben, weil Zweifel an der Homologierung des verwendeten Messgeräts bestanden. Die Frage der Zulassung und Homologierung von Blitzern beschäftigt seit Jahren Gerichte in ganz Italien.
Auf Platz zwei folgt ebenfalls eine Gemeinde in der Valsugana: Borgo Valsugana verzeichnete Einnahmen von 1.156.741 Euro aus Geschwindigkeitsstrafen. Den dritten Rang belegt die Stadt Trient mit 432.398 Euro.
Insgesamt nahmen die Gemeinden in Trentino-Südtirol im vergangenen Jahr mehr als 3,4 Millionen Euro durch Radarstrafen ein. Rechnet man die von der Provinz Trient gemeldeten Einnahmen aus weiteren Geschwindigkeitskontrollen in Höhe von 2.778.481 Euro hinzu, steigt die Summe auf über sechs Millionen Euro.
Unter den Südtiroler Gemeinden fällt der Unterschied zu den Trentiner Spitzenreitern deutlich aus. Deutschnofen führt die Südtiroler Rangliste mit 13.510 Euro an, gefolgt von Bozen mit 12.087 Euro, Brixen mit 10.181 Euro, Bruneck mit 8.969 Euro und Kastelbell-Tschars mit 8.060 Euro.
Besonders auffällig ist der Vergleich zwischen Pergine und Bozen: Die Trentiner Gemeinde nahm im Jahr 2025 mit Radarstrafen mehr als 100-mal so viel ein wie die Südtiroler Landeshauptstadt.




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