Von: mk
Eppan – Die Oppositionslisten Pro Eppan Appiano, Bürgerliste Eppan und Süd-Tiroler Freiheit fordern vom Bürgermeister Lorenz Ebner und der SVP Eppan klare Taten bezüglich der Tunnellösung am Pillhof. Die Beschlüsse müssten umgesetzt werden, hießt es in einer Presseaussendung.
Vor dem Hintergrund der bestehenden Beschlüsse zur Tunnellösung am Pillhof und der „unklaren Haltung“ der SVP Eppan zur Umsetzung dieses Infrastrukturprojekts haben die drei Oppositionsparteien im Eppaner Gemeinderat eine Anfrage eingebracht. Ziel sei es, Klarheit darüber zu erhalten, ob und wie die beschlossene Tunnellösung weiterverfolgt wird.
„Die Antworten des Bürgermeisters bleiben unzureichend und lassen weiterhin zentrale Fragen zum Projekt Pillhof offen“, erklären die Fraktionssprecher Greta Klotz, Sonja Donat und Walter Oberhauser. „Wir befürchten, dass die Interessen unserer Gemeinde gegenüber dem Land nicht mit der notwendigen Konsequenz vertreten werden. Nach wie vor fehlen wichtige Details zur Umsetzung des Umfahrungs-Tunnels, aber trotzdem bereitet das Land eine Ausschreibung vor – was genau, wurde uns nicht berichtet.“
Für Pro Eppan Appiano, Bürgerliste und Süd-Tiroler Freiheit ist klar: „Man kann sich nicht damit herausreden, dass das Land Entscheidungsträgerin beim Mobilitätsprojekt ist. Die Bürgerinnen und Bürger von Eppan sind direkt von den Auswirkungen betroffen. Daher erwarten wir, dass vom Gemeindeausschuss eindeutig jene Lösung eingefordert wird, die wir als Gemeinderat gemeinsam beschlossen haben.“
„Wenn die sogenannte Umfahrungs-Tunnellösung vom Gemeindeausschuss Eppan ‚nicht in Frage gestellt wird‘, gleichzeitig aber der Landesrat Alfreider wiederholt ganz andere Aussagen macht, entsteht ein offensichtlicher Widerspruch zwischen Land und Gemeinde“, so Sonja Donat von der Bürgerliste Eppan.
Greta Klotz von Pro Eppan Appiano ergänzt: „Wenn der Bürgermeister von einem ‚laufenden Austausch‘ mit dem Landesrat und den Landesämtern spricht, muss dieser sich auch in greifbaren Ergebnissen für Eppan widerspiegeln. Genau das ist derzeit nicht erkennbar. So ist etwa nach wie vor ist unklar, ob und wie das aktuelle Landesprojekt die Engstelle am Pillhof lösen möchte.“
„Wenn es der Landesregierung in acht Jahren nicht gelungen ist, das beschlossene Tunnelprojekt voranzubringen, stelle sich die grundsätzliche Frage nach der Priorität des Überetsch“, meint Walter Oberhauser von der Süd-Tiroler Freiheit. Ein Blick auf zahlreiche andere Umfahrungsprojekte im Land mit Investitionen in Millionenhöhe zeige deutlich, dass hier mit zweierlei Maß gemessen werde. Umso mehr brauche es jetzt ein hartnäckiges Auftreten des Bürgermeisters von Eppan gegenüber der Landesregierung, um die Umsetzung des Tunnelprojekts Pillhof voranzutreiben.
Die Antworten in der Gemeinderatssitzung am 30. April würden die Befürchtung bestärken, dass der Gemeindeausschuss das Projekt des Landes mittrage, um den Bürgerinnen und Bürgern irgendein Ergebnis präsentieren zu können, meinen die Vertreter der drei Gemeinderatsfraktionen. „Ob das angedachte Millionenprojekt tatsächlich die notwendigen Verbesserungen bringt und ob es jemals zu einem zweiten Baulos mit dem Tunnel kommen wird, das ist für uns angesichts des politischen Vorgehens in den letzten Jahrzehnten zur Überetscher Mobilität höchst fraglich. Wir fordern daher erneut: Wenn die Tunnel-Lösung Realität werden soll, braucht es klare Strategien und ein konsequentes überparteiliches Vorgehen“, erklärt die Opposition.




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