Ein Toter bei russischem Angriff im Schwarzen Meer

Russischer Luftangriff auf Charkiw: Auch Kinder unter den Verletzten

Freitag, 19. Juni 2026 | 08:35 Uhr

Von: APA/Reuters/dpa

Bei einem russischen Drohnenangriff im Schwarzen Meer ist nach ukrainischen Angaben ein Besatzungsmitglied eines unter der Flagge Panamas fahrenden Schiffes getötet worden. Zwei weitere Menschen an Bord seien verletzt worden, teilte der ukrainische Vize-Ministerpräsident Oleksij Kuleba über den Kurznachrichtendienst Telegram mit. Zudem sei ein weiteres Schiff unter der Flagge von St. Kitts und Nevis getroffen worden. Dabei seien drei Seeleute leicht verletzt worden.

Unterdessen wurden durch einen russischen Luftangriff in der ukrainischen Millionenstadt Charkiw offiziellen Angaben zufolge mindestens neun Menschen verletzt, darunter vier Kinder. Mehr als 40 private Wohnhäuser seien durch den Abwurf gelenkter Gleitbomben in der Stadt beschädigt worden, teilte Charkiws Bürgermeister Ihor Terechow bei Telegram mit. Charkiw liegt nur wenige Kilometer von der Grenze zu Russland entfernt. Die vor dem Krieg zweitgrößte Stadt der Ukraine ist damit eins der häufigsten Ziele russischer Angriffe und wurde in den vier Jahren Krieg stark zerstört.

Saporischschja: Russische Leitung meldet Drohnenangriff

Der Fuhrpark des ukrainischen Atomkraftwerks Saporischschja ist nach Angaben der russischen Besatzungsverwaltung Ziel eines schweren Drohnenangriffs geworden. Bei der Attacke am späten Donnerstagabend und in der folgenden Nacht seien mindestens 14 Einschläge registriert worden, teilte die Werkleitung am Freitag mit. In einem Bereich sei ein Feuer ausgebrochen, zudem seien Gebäude beschädigt worden.

Verletzte habe es nach ersten Erkenntnissen nicht gegeben. Eine vollständige Schadensaufnahme sei wegen der anhaltenden Gefahr weiterer Angriffe zunächst nicht möglich gewesen. Das größte Atomkraftwerk Europas im Osten der Ukraine ist seit den ersten Wochen des russischen Angriffskriegs von russischen Truppen besetzt. Beide Seiten machen sich immer wieder gegenseitig für Angriffe auf das AKW-Gelände verantwortlich.

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