Von: Matthias Knapp
Bozen/Meran – Vertreterinnen und Vertreter der Umweltverbände haben sich am 26. August mit STA-Generaldirektor Joachim Dejaco, Amtsdirektor Alexander Alber und den an der Planung beteiligten Fachleuten des Landes und der Südtiroler Transportstrukturen AG (STA) zum zweigleisigen Ausbau der Bahnlinie Bozen–Meran ausgetauscht. Im Mittelpunkt standen der aktuelle Planungsstand, Anliegen der Verbände sowie die nächsten Verfahrensschritte.
Das Treffen ist Teil des laufenden Austauschs mit den verschiedenen Interessengruppen entlang der Bahnlinie. “Ziel des Mobilitätsressorts und der STA ist es, die Planung dieser Infrastruktur für die öffentliche Mobilität im Etschtal im Dialog mit den Menschen dieses Landesteiles voranzubringen”, bekräftigt STA-Direktor Dejaco.
Die Vertreterinnen und Vertreter der Umweltverbände brachten Anregungen und Fragen zum Projekt ein. “Wir haben die Anliegen der Umweltverbände aufgenommen, werden sie auf deren Machbarkeit prüfen und in die nächsten Planungstreffen mit RFI einbringen”, so Amtsdirektor Alexander Alber mit dem Hinweis, dass einige Vorschläge der Teilnehmenden bereits Teil der aktuellen und kommenden Projektphasen sein werden.
“Wir als Dachverband für Natur- und Umweltschutz unterstützen den zweigleisigen Ausbau der Bahnstrecke Meran – Bozen absolut, da er die Bahnmobilität im Etschtal und darüber hinaus in ein neues Zeitalter führen wird”, so der Geschäftsführer Hanspeter Staffler. Es sei ein Jahrhundertprojekt das der italienische Schienennetzbetreiber RFI (Rete Ferroviaria Italiana), das Mobilitätsressort des Landesrates Daniel Alfreider und STA Südtiroler Transportstrukturen AG für Südtirol vorantreiben. “Im Zuge der weiteren Planungsphasen werden wir in Zusammenarbeit mit den Mobilitätsverantwortlichen des Landes alle Möglichkeiten nutzen, Ausgleichsmaßnahmen in dieses Infrastrukturprojekt einzubringen”, so Staffler weiter, denn heute würden die Weichen für die nachhaltige Mobilität für die westliche Landeshälfte und zugleich ökologische Maßnahmen gelegt.
Dem schloss sich auch Florian Trojer, Geschäftsführer des Heimatpflegeverbandes Südtirol, an: “Die Investition in eine bessere Bahnverbindung zwischen Meran und Bozen wird von uns als Heimatpfleger begrüßt. Wir hoffen auf eine rasche Aufnahme der urbanistischen Verfahrensschritte”, meint Trojer.
“Der zweigleisige Ausbau der Bahnlinie Bozen–Meran ist eine komplexe Angelegenheit”, unterstreicht Landesrat Daniel Alfreider. Die Bahninfrastruktur sei im Eigentum von RFI. Deshalb gelte es, die Interessen des Landes und der Menschen im Etschtal sorgfältig zu eruieren. Mit guten Argumenten könnten gute Lösungen gefunden werden.




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