Lohnplus kommt im Herbst

Verbesserungen, die im neuen Schuljahr wirken

Dienstag, 25. August 2026 | 18:20 Uhr

Von: Matthias Knapp

Bozen – Wenn in wenigen Tagen die Schulen ihre Tore wieder öffnen, beginnt das neue Schuljahr unter besseren Bedingungen für das Personal. In jüngster Zeit hat das Land eine Reihe von Maßnahmen umgesetzt, um die Arbeit an Schulen aufzuwerten, wie Personallandesrätin Magdalena Amhof berichtet.

Reallohnerhöhung greift im Herbst

Der Kollektivvertrag zur Reallohnerhöhung des Landeslehrpersonals ist kürzlich in Kraft getreten, jener für die staatlichen Schulen folgt voraussichtlich Anfang Oktober. “Damit können wir im Laufe der Herbstmonate jene deutliche Lohnaufwertung vornehmen, die wir uns im Regierungsprogramm vorgenommen haben”, unterstreicht Personallandesrätin Magdalena Amhof. Derzeit arbeite man an der technischen Implementierung.

Die Reallohnerhöhung gilt rückwirkend ab 1. Januar 2026 und beträgt 5.200 Euro brutto im Jahr an Landesschulen sowie, je nach Dienstalter, 5.300 bis 7.500 Euro brutto im Jahr an Grund-, Mittel- und Oberschulen (für Lehrpersonen mit Studienabschluss und Lehrbefähigung). Besonders profitieren Berufseinsteiger mit entsprechender Ausbildung. Summiert man diese Beträge mit der Ende 2025 eingeführten Inflationsanpassung, ergeben sich dadurch für qualifiziertes Lehrpersonal zwischen 10.000 Euro bis zu knapp 12.000 Euro mehr (Jahresbrutto) im Vergleich zum Schulstart im Herbst 2025.

Gestärkte Schulsekretariate, mehr Vergütung für Mensaaufsicht und Ausflüge

Auch in den Schulsekretariaten greifen die Reformen aus dem Vorjahr. Unter anderem wurde Berufsbild der Schulsekretärinnen und Schulsekretäre überarbeitet, eine Koordinierungszulage und ein Fonds für spezielle Aufgaben eingeführt. Dazu habe es mehrfach positive Rückmeldungen gegeben. Dies bestätigen auch die Bildungslandesräte Philipp Achammer, Marco Galateo und Daniel Alfreider.

Als besonders wirksam erwiesen habe sich die bessere Vergütung des Lehrpersonals für Zusatzstunden wie Mensaaufsicht oder für die Begleitung von Schülerinnen und Schülern. Wo es vorher Engpässe gab, habe das Interesse des Lehrpersonals zur Abdeckung der Dienste deutlich zugenommen.

Weitere Maßnahmen, wie die Annäherung der Gehälter verschiedener Schulstufen, werden derzeit unter Federführung der Bildungsressorts verhandelt.

“Mit den aktuellen Gehaltserhöhungen und strukturellen Verbesserungen setzen wir ein klares Zeichen der Wertschätzung für alle, die täglich Verantwortung für unsere Kinder übernehmen”, betont Personallandesrätin Magdalena Amhof. Auch die drei Bildungslandesräte Philipp Achammer, Marco Galateo und Daniel Alfreider bekräftigen die Bedeutung dieser Schritte: Die nachhaltige Stärkung der Schulen gelinge nur, wenn den Lehrpersonen sowie dem gesamten Schulpersonal bestmögliche Arbeitsbedingungen geboten würden. Die nun greifenden Maßnahmen seien ein bedeutender Schritt zur Stärkung unseres Bildungswesens, die konsequent weiterverfolgt würden, so die Bildungslandesräte.

Bezirk: Bozen

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