SVP stimmt mit Ja, Kritik der STF

Unterberger: “Regierungsteam in Rom ist ausgewogen”

Samstag, 13. Februar 2021 | 11:43 Uhr

Rom – Mario Draghi wird neuer Ministerpräsident von Italien. Heute Mittag wird sein Kabinett vereidigt. Im Anschluss findet dann die erste Ministerratssitzung statt. Damit hat Italien in dieser schwierigen Phase eine funktionierende Regierung, die – zumindest derzeit – auf eine breite Unterstützung des Parlaments zählen kann. Draghi hat acht Experten und 15 Politiker in seine Regierung berufen. Einige davon hat er von der Regierung Conte übernommen.

SVP-Senatorin Julia Unterberger spricht von einem ausgewogenen Regierungsteam, sieht Medienberichten zufolge die Ernennung der Forza-Italia-Politikerin Maria Stella Gelmini zur Regionenministerin skeptisch. Dennoch wird die SVP bei der Vertrauensabstimmung im Parlament mit Ja abstimmen.

Kritik der STF

Die Oppositionspartei Süd-Tiroler Freiheit kritisiert hingegen die SVP für die Zustimmung. “In der SVP scheinen autonomiepolitisch alle Dämme gebrochen zu sein. Mit Zustimmung der SVP wird Renato Brunetta von Forza Italia neuer Minister in Italien, ein ultrarechter Autonomiefeind, der in Bozen zusammen mit Michaela Biancofiore grölend vor dem Mussolini-Relief aufgetreten ist, der lauthals die Abschaffung der Sonderautonomien fordert und der auf Facebook Photos von sich und der Duce-Enkelin Alessandra Mussolini veröffentlicht. Anstatt vehement gegen einen solch autonomiefeindlichen Minister zu protestieren, spricht die SVP der neuen italienischen Regierung das bedingungslose Vertrauen und ihre vollste Loyalität aus.”

“Die neue italienische Regierung ist äußerst instabil und auf jede einzelne Stimme im Parlament angewiesen. Anstatt dieser Regierung das bedingungslose Vertrauen auszusprechen, hätte die SVP das Gewicht der Südtiroler Abgeordneten nutzen sollen, um Minister wie Brunetta zu verhindern, neue Autonomiekompetenzen einzufordern und eine Aufkündigung des unsäglichen Finanzabkommens auszuhandeln”, so die Bewegung.

Von: luk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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28 Kommentare auf "Unterberger: “Regierungsteam in Rom ist ausgewogen”"


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irgendwer
irgendwer
Tratscher
22 Tage 7 h

STF kann ja nur kritisieren überall dagegen sein immer Ö….im Kopf aber die enormen Gehälter von Ital. einstecken !!!!!!

Tanne
Tanne
Universalgelehrter
22 Tage 3 h

©irgendwer. Süd-Tirol braucht tatsächlich nicht mehr gegen Italien sein und kritisieren. So wie das Land und vor allen die Politiker mit Geld aus Rom zugeschüttet werden ist nicht mehr Normal. Milliarden über Milliarden. Und wie du schon sagst die STF steckt auch noch Italienische Euro ein. In keinen anderen Staat würde Süd-Tirol soooooo viel Geld bekommen. Die einzigste Gefahr wo ich sehe ist, dass Süd-Tirol demnächst im Geld von erstickt. Ob da ein Ultra-Rechter von der SVP unterstützt wird ist wirklich egal Hauptsache die Milliarden fliesen ins Land der Altoassessini.

Sag mal
Sag mal
Kinig
21 Tage 11 h

irgendwer wenigstens Eine Partei Die hinterfragt und wenns Sein muss kritisiert.Die Andern interessiert ja nie.👍

Opa1950
Opa1950
Tratscher
22 Tage 7 h

Frau Unterberger ist skeptisch über die Ministerin Gelmini, aber sie ist trotzdem zufrieden . Da sieht man wieder einmal, daß Fähnchen der SVP weht dorthin wo man sich etwas erhofft. Je nach Bedarf.

falschauer
22 Tage 4 h

wohin weht dein fähnchen, wohl nicht gegen den wind, das ist rein physikalisch nicht möglich

Opa1950
Opa1950
Tratscher
22 Tage 3 h

@falschauer. Mein Fähnchen weht sicher nicht in Richtung SVP. Zu chaotische Partei mit zuviel Versprechungen.

falschauer
22 Tage 2 h

@Opa1950

das ist dein gutes recht, meines auch nicht

Zugspitze947
22 Tage 6 h

Die STF kapiert wieder mal NICHT dass NUR mit einer neuen Regierung die MilLiarden aus Berlin und BRüssel Fließen ! Ihr seid wirklich von VOR-VOR Gestern wie konnte ich mich nur mal von Euch soooooo täuschen lassen !Ihr seid die EWIG GESTRIGEN und keinen müden Euro wert 😡😡😡

gschaidian
gschaidian
Superredner
22 Tage 5 h

Ist es die Hauptaufgabe der Südtiroler Parlamentarier zu schauen dass die Milliarden von Brüssel nach Rom fließen oder sollten sie besser schauen dass die Autonomie ausgebaut wird, wofür sie nämlich angetreten sind. Mit Draghi geht es den Sparern sicher an den Kragen, denn von denen wird er versuchen so viel wie möglich herauszuholen. Zum Glück haben die Italiener vieles schon angelegt, viel mehr als in anderen Ländern. Sie haben dem Staat nie getraut.

Diogenes
Diogenes
Tratscher
22 Tage 5 h

Ach Hermann, da sitzt du in Deutschland und befeuerst jene, die das Geld der Deutschen und anderer Nordländer in den nimmersatten, maroden und mafiösen Staat pumpen wollen? Warum kümmerst dich um Anliegen Italiens, statt um deine Rente zu fürchten? Wir Südtiroler wissen um die Gefährlichkeit faschistoider Politiker, du nicht. Also schweigen.

Zenz
Zenz
Grünschnabel
22 Tage 6 h

der SVP geht es in Rom seit Jahren nur um ihren politischen Machtvorteil und weniger un die Interessen des Landes, das zeigt schon die vielen Verluste und Aufweichungen des Autonomiestatutes und dessen Folgen…es scheint gerade so dass jeder und jede ist willkommen der dieses unterstützt ob Links oder Rechts

So ist das
So ist das
Universalgelehrter
22 Tage 6 h

Das Fähnchen SVP dreht sich wieder 😂😂😂

Neumi
Neumi
Kinig
22 Tage 5 h

Nochmal? Vor einer Woche gaben sie Draghi ihre Zustimmung, nachdem Conte aus dem Rennen war. Wem gilt die Zustimmung denn jetzt?

Neumi
Neumi
Kinig
22 Tage 5 h

… und noch wichtiger: Wem sollte laut voriger Einstellung (also vor Draghi) denn ihre Zustimmung gelten, damit man das mit den drehenden Fähnchen nicht sagen könnte?

wellen
wellen
Universalgelehrter
22 Tage 6 h

Brunetta: war das nicht der, der verfügt hat dass den Lehrern und öffentlich BedienstetenGehalt abgezogen wird wenn sie in Krankenstand gehen müssen? Verrückt in Pandemiezeiten so einen wieder zum Minister für öff. Verwaltung zu machen.

Savonarola
22 Tage 6 h

die Vorschusslorbeeren beginnen schon zu welken

Neumi
Neumi
Kinig
22 Tage 5 h

Wann hat die STF jemals nicht die SVP kritisiert. Warum ist das noch eine Schlafzeile wert?

Sag mal
Sag mal
Kinig
21 Tage 11 h

Neumi aber niemals grundlos.Ich finde dass Sie Ihre Wähler sehr gut vertreten.

Sag mal
Sag mal
Kinig
22 Tage 6 h

ausgewogen🙄

Italo
Italo
Superredner
22 Tage 3 h

A nor isch woll guat,haubsoch der Verein konn no sein Senf dazua geben

Sag mal
Sag mal
Kinig
21 Tage 11 h

italo und Du ?!!!

Andreas1234567
Andreas1234567
Universalgelehrter
22 Tage 3 h

Hallo nach Südtirol,

der Herr Brunetti hat das “Ministerium für öffentliche Verwaltung” ohne Geschäftsbereich bekommen, hier kann die STF wirklich mal die Kirche im Dorf lassen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Kabinett_Draghi

Ist ein Kasperlminister, Forza Italia musste eben auch geködert werden, deswegen 23 Ministerien, viele sinnlos, aber alle mit Budget und Hofstaat.

Ich bin in Südtirol seit jetzt 26 Jahren ein Fan von Bargeld und Rechnungen auf Forstblockbasis.

Südtiroler die sich permanent Rom andienen sind die Untertanen die des Kaisers neue Kleider bejubeln..
Ich halte es mit den Bergdörflern: Bozen ist weit und Rom interessiert nicht..

Auf Wiedersehen in Südtirol

Dagobert
Dagobert
Universalgelehrter
22 Tage 4 h

Mol schaugn wie long die 67 Regierung holtet?
I honn kone grosse Hoffnung!

Offline
Offline
Superredner
22 Tage 5 h

Die “Vorgeschichten” diverser Regierungsmitglieder lässt die Hoffnung auf eine wirkliche Südtiroler Autonomie schmelzen wie den Schnee im Frühling.

mandorr
mandorr
Superredner
22 Tage 1 h

bin echt froh, dass wir kluge und weitsichtige Vertreter in Rom haben.

Oracle
Oracle
Tratscher
21 Tage 21 h

…. In Rom zählt Südtirol leider sehr wenig, ein wenig mehr, wenn die Regierungsmehrheit im Senat knapp ist . Bei der satten Mehrheit, die Draghi haben müsste, zählt Südtirol knapp NULL. Gleich am Anfang dagegen zu stimmen, wäre kein kluger Schachzug. Der STF geht es ja nur um Medienpräsenz….

ghostbiker
ghostbiker
Superredner
22 Tage 50 Min

der casino geat gleich weiter…

Kurios
Kurios
Superredner
21 Tage 21 h

Die Vertrauensabstimmung zur neuen Regierung Draghi findet erst am Dienstag und Mittwoch nächster Woche statt. Julia Unterberger hat also nirgends zugestimmt, schon gar nicht für Brunetta. Was soll diese Berichterstattung. Wir wissen längst wie der Hase in rom läuft

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