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Die Schwester des im Juli gestorbenen US-Senators Lindsey Graham tritt an dessen Stelle bei der Wahl am 3. November als Kandidatin für die Republikaner an. Wie US-Medien berichteten, setzte sich die von US-Präsident Donald Trump unterstützte Darline Graham Nordone am Dienstag (Ortszeit) in der parteiinternen Stichwahl im Bundesstaat South Carolina gegen Ralph Norman durch. Damit wird sich die 62-Jährige bei den Mid Terms um einen Sitz im Senat in Washington bemühen.
Ihre Kandidatur ist auch deshalb bemerkenswert, weil sie vor dem Tod ihres Bruders nicht politisch in Erscheinung getreten war. Graham Nordone dankte ihren Unterstützern am Dienstagabend (Ortszeit) und sagte, ihr Bruder gucke aus dem Himmel herab und sei sehr stolz. Sie vermisse ihren Bruder Lindsey jeden Tag. Sie dankte auch Trump für seine Unterstützung. Der Sieg wäre ohne ihn nicht möglich gewesen, sagte sie.
Der einflussreiche Senator Lindsey Graham, ein enger Verbündeter Trumps, war im Juli im Alter von 71 Jahren überraschend an den Folgen einer Gefäßerkrankung gestorben. Er war als republikanischer Kandidat für die Zwischenwahlen – die “Midterms” – bereits gesetzt gewesen. Nach seinem Tod wurde eine weitere Vorwahl nötig.
Politische Novizin mit guten Aussichten im November
Der Gouverneur des Bundesstaats South Carolina, Henry McMaster, beauftragte Graham Nordone nach dem Tod ihres Bruders, dessen Amtsgeschäfte für den Rest der Legislaturperiode zu übernehmen. Später kündigte die politische Novizin an, sich bei der Wahl um den Sitz im Senat bewerben zu wollen.
Seit Jahrzehnten wird der südöstliche Bundesstaat mit seinen rund 5,6 Millionen Einwohnern von Republikanern regiert. Auch bei der Präsidentschaftswahl liegen republikanische Kandidaten traditionell vor der Konkurrenz der Demokraten. Graham Nordone dürfte daher im November auch gute Chancen haben, sich den Senatssitz ihres Bruders zu sichern.
Wichtiger Erfolg für Trump
Der Sieg ist ein wichtiger Erfolg für Trump, dessen landesweite Zustimmungswerte angesichts der Sorgen über Inflation und den Konflikt mit dem Iran zuletzt gefallen waren. Einer gemeinsamen Umfrage der Nachrichtenagentur Reuters und des Meinungsforschungsinstituts Ipsos zufolge sind nur 33 Prozent der US-Bürger mit seiner Amtsführung zufrieden.
Trump hatte die Wahl zu einem Test für seinen Einfluss gemacht und bei einem Wahlkampfauftritt für Graham erklärt: “Ich stehe mit auf dem Stimmzettel.” Seine Wahlkampf-Finanzierungsorganisation MAGA INC. unterstützte Graham zudem mit der für Trump ungewöhnlich hohen Summe von 827.711 Dollar.
Das Ergebnis unterstreicht Trumps anhaltenden Einfluss auf die republikanische Basis und seine Fähigkeit, seine Anhänger zu mobilisieren. Dies gilt als entscheidender Faktor für die Republikaner, um bei den Kongresswahlen im November ihre Mehrheiten im Senat und im Repräsentantenhaus zu verteidigen.
Grahams unterlegener Gegner Norman gehört dem rechten Flügel der Partei an. Bei der ursprünglichen Vorwahl Anfang des Monats hatte keiner der Kandidaten die für einen Sieg nötige Mehrheit erreicht, weshalb die Stichwahl nötig wurde.




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