Von: APA/dpa
Das US-Militär hat nach eigenen Angaben einen iranischen Angriff mit mehreren ballistischen Raketen auf US-Truppen im Nahen Osten abgewehrt. “Alle iranischen Raketen wurden erfolgreich abgefangen”, teilte das US-Regionalkommando CENTCOM auf der Plattform X mit. Welches Ziel der Angriff hatte, wurde nicht genannt. Nach Informationen des US-Nachrichtenportals “Axios” flogen die Raketen in Richtung eines US-Stützpunktes in Jordanien.
Laut CENTCOM feuerten die iranischen Revolutionsgarden die Raketen am Dienstag trotz der vorerst eingestellten US-Angriffe ab. US-Präsident Donald Trump hatte die Angriffe im Iran nach eigenen Angaben gestoppt, um laufenden Verhandlungen mit Teheran eine weitere Chance zu geben. “Wir sind in sehr tiefgehenden Verhandlungen mit dem Iran”, sagte er “Axios”. Zuvor hatte das US-Militär fast zwei Wochen lang jede Nacht Ziele im Iran angegriffen.
Grund für den plötzlichen Angriffsstopp könnte aber auch etwas anderes sein: Nach Informationen des Fernsehsenders CNN hatten sich US-Vizepräsident JD Vance und Generalstabschef Dan Caine besorgt über eine Eskalation des Konflikts gezeigt. Unter anderem habe Caine auf schwindende Munitionsreserven der USA hingewiesen, hieß es unter Berufung auf informierte Personen. Der “New York Times” zufolge geht es dabei vor allem um Luftabwehr-Munition wie Patriot-Raketen.
Jordanien: Fünf Raketen abgewehrt
Jordaniens Streitkräfte erklärten, es seien fünf Raketen aus dem Iran abgefangen worden. Das Nachrichtenportal “Axios” berichtete, der Angriff habe einem US-Stützpunkt in Jordanien gegolten. Iran-Experte Hamidreza Azizi schrieb auf der Plattform X, es sei das erste Mal, dass der Iran angegriffen habe, ohne zuvor von den USA oder Israel selbst attackiert worden zu sein.
Es könne ein Signal im Kontext des Besuches des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu im Weißen Haus am selben Tag gewesen sein, schrieb der Experte. Der Angriff dürfte demnach als Warnung an die USA gedacht gewesen sein, sich keiner neuen militärischen Kampagne gegen den Iran anzuschließen oder eine solche selbst einzuleiten, hieß es. In Medienberichten hatte es vor Netanyahus Besuch geheißen, dieser könne Trump um Zustimmung zu neuen Angriffen Israels im Iran bitten. US-Präsident Donald Trump lobte am Dienstagabend seine Gespräche mit Netanyahu sowie dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj.




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