Kuwait: Raketen- und Drohnenangriffe abgefangen

USA und Iran melden erneut gegenseitige Angriffe

Montag, 01. Juni 2026 | 10:09 Uhr

Von: APA/Reuters/dpa

Das US-Militär hat am Wochenende iranische Radar- und Drohnen-Kommandozentralen in Goruk und auf der Insel Qeshm angegriffen. Die Angriffe seien eine Reaktion auf aggressive Handlungen des Iran gewesen, darunter der Abschuss einer US-Drohne vom Typ MQ-1 über internationalen Gewässern, teilte das US-Zentralkommando (CENTCOM) am Montag mit. US-Kampfjets hätten die Luftabwehr, eine Bodenkontrollstation und zwei Drohnen zerstört. US-Soldaten seien nicht zu Schaden gekommen.

CENTCOM sprach auf der Plattform X von “Selbstverteidigungsschlägen” und warf Teheran “aggressives Handeln” vor. Im Detail hieß es, US-Kampfflugzeuge hätten bei “gezielten Angriffen” in Goruk sowie auf der in der Seestraße von Hormuz gelegenen Insel Qeshm iranische Luftabwehrsysteme zerstört, ebenso eine Bodenkontrollstation und zwei Kamikaze-Drohnen. Diese hätten eine unmittelbare Bedrohung für Schiffe in den regionalen Gewässern dargestellt.

Unterdessen erklärten die iranischen Revolutionsgarden iranischen Medien zufolge, sie hätten einen Luftwaffenstützpunkt ins Visier genommen. Dieser sei von den USA für einen Angriff auf einen Telekommunikationsturm auf der Insel Sirik im Süden des Iran genutzt worden.

Kuwait: Raketen- und Drohnenangriffe abgefangen

Die staatliche, kuwaitische Nachrichtenagentur Kuna meldete, dass die kuwaitische Luftabwehr Raketen- und Drohnenangriffe abfingen. Im ganzen Land heulten die Sirenen. Weitere Details nannte die Agentur zunächst nicht.

Trump äußert sich optimistisch über Abkommen

US-Präsident Donald Trump äußerte sich am Montag kurz nach Mitternacht (Ortszeit) auf der Plattform Truth Social optimistisch zu den Verhandlungen. Der Iran wolle unbedingt ein Abkommen schließen, und dieses werde für die USA und ihre Verbündeten von Vorteil sein, schrieb Trump und wiederholte damit frühere Aussagen. Zugleich beklagte er sich jedoch über die politische Debatte in den USA. Es sei für ihn viel schwieriger zu verhandeln, wenn “politische Schreiberlinge” ständig negativ dazwischenredeten und ihm Ratschläge gäben, ob er schneller oder langsamer vorgehen, in den Krieg ziehen oder diesen vermeiden solle. “Lehnt euch einfach entspannt zurück, am Ende wird alles gut ausgehen – so wie immer!”, fügte er hinzu. Trump hatte am Freitag erklärt, er werde bald über einen Vorschlag zur Verlängerung der Waffenruhe mit dem Iran entscheiden.

Der Iran machte indes tiefes Misstrauen, widersprüchliche Positionen der USA und die israelischen Angriffe im Libanon für die Verzögerungen bei den Friedensgesprächen verantwortlich. Die Verhandlungen hätten in einer Atmosphäre des großen Misstrauens begonnen, sagt der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmaeil Baghaei. Die US-Seite ändere ständig ihre Ansichten und stelle neue Forderungen. Zudem betrachte Teheran das Vorgehen Israels in der Region als untrennbar mit den USA verbunden.

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