Von: luk
Franzensfeste – Die SVP-Bezirksobmänner Sebastian Helfer und Peter Brunner luden am 9. Juli 2026 die Funktionärinnen und Funktionäre zum Verkehrsdialog.
Rund 100 Personen folgten dieser Einladung in die Festung Franzensfeste. Dabei wurde der Transitverkehr aus verschiedenen Perspektiven diskutiert, Europaabgeordneter Herbert Dorfmann informierte über aktuelle Entwicklungen in Brüssel, Kammerabgeordnete Renate Gebhard gab Auskunft über die Arbeit dazu in Rom und Landeshauptmann Arno Kompatscher berichtete über die Ausschreibung der Brennerautobahnkonzession und forcierte den „Digital Green Corridor“.
Landeshautpmann Arno Komptascher betonte eingangs zu seinem Vortrag ausdrücklich, dass man den Unmut der Bevölkerung teilt und zeigt sich überzeugt, dass eine Verbesserung für die Menschen über den Verhandlungsweg erreicht werden kann.
Gerade in der Ausschreibung der Konzession für die Brennerautobahn sieht Kompatscher eine Chance, da erstmals auch konkrete Maßnahmen mit aufgenommen werden, welche die Bevölkerung nachhaltig entlastet. „Mit dem „Digital Green Corridor“ ist es uns gelungen, den Fokus für die nächsten Jahre so zu setzen, dass die Brennerautobahn den modernen Anforderungen angepasst werden wird und vor allem in Punkto Lärm- und Luftverschmutzung eine wesentliche Entlastung für die Bevölkerung erreicht wird.“
Für wichtige Maßnahmen wie Lärmschutz, Auffangparkplätze und Ladeinfrastrukturen entfallen auf Südtirol 36 Prozent des geplanten Investitionsvolumens.
Außerdem sei man im Austausch mit Frächterverbände, um die Steuerung des LKW-Verkehrs zu optimieren. Im Raum stehen verschiedene Modelle, wie die variable Maut, Slot-Systeme oder auch eine Umweltmaut.
Renate Gebhard machte in diesem Zusammenhang auf das Abfahrproblem aufmerksam: „Wir müssen es schaffen, dass der LKW-Verkehr auf der Autobahn bleibt. Es kann nicht sein, dass die LKWs auf die Landstraßen ausweichen und alles blockieren, nur weil sie hoffen dort besser weiterzukommen.“ Dafür werde man sich weiter in Rom einsetzen.
Herbert Dorfmann zeigte sich zuversichtlich, gerade weil es auf europäischer Ebene Bewegung gibt: „Wir alle warten in Bezug auf die Transitklage Italiens gegen Österreich nun gespannt auf den Bericht des Generalstaatsanwaltes am EuGH nächste Woche und hoffen, dass damit eine Grundlage geschaffen wird, um alle beteiligten Länder an einen Tisch zu bringen und im Sinne der europäischen Union eine stichhaltige Lösung zur besseren Lenkung des Transits auf der Brennerachse gefunden werden kann.“
Man war sich einig: Die Brennerautobahn ist für Südtirol und Südtirols Entwicklung wesentlich, die Belastung für Infrastruktur und Bevölkerung ebenfalls. Dennoch ist man aufgrund der jüngsten Entwicklungen zuversichtlich.




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