Von: mk
Bozen – Grönland, ICE und Epstein – all das droht US-Präsident Donald Trump auf die Füße zu fallen. Ein erstes Vorzeichen für ein weitaus größeres Erdbeben könnte die Nachwahl in Texas sein. Der demokratische Kandidat Taylor Rehmet deklassierte die republikanische Favoritin Leigh Wambsganss dort mit gut 14 Prozentpunkten Vorsprung. Wie US Medien berichten, wurde seit den frühen 1980-er Jahren aus dem Wahlbezirk rund um Fort Worth kein Demokrat mehr in den texanischen Senat geschickt.
Sicher: Man kann versuchen, das Wahlergebnis aus der Perspektive des Gewinners her zu lesen, den noch bis vor wenigen Tagen jenseits von Texas so gut wie niemand kannte. Der US-Veteran und Gewerkschaftsaktivist, der für seinen Wahlkampf nur 70.000 Dollar zur Verfügung hatte, setzte er sich für eine anständige Bezahlung der sogenannten einfachen Leute ein – ein Phänomen, das Trump bei der vergangenen Präsidentschaftswahl höchstwahrscheinlich mit zu seinem Sieg verholfen hat, das aber auch unter Herrschaft der Republikaner bislang noch nicht gelöst wurde.
Im Vergleich zu Rehmet hatte Wambsganss die zehnfache Summe als Munition zur im Wahlkampf Verfügung. Außerdem wurde sie vom republikanischen Partei-Establishment in Texas tatkräftig unterstützt. Zuletzt hat auch noch Trump die Werbetrommel für sie gerührt. Trotzdem hat Wambsganss verloren – oder vielleicht gerade deswegen?
US-Medien scheinen eher letzteren Schluss zu ziehen und schreiben von einem „Schock“ für die Republikaner und einer „Demütigung“ für Trump. Abgesehen von Supermarktpreisen, wo der US-Präsident noch immer nicht liefert, finden die tödlichen ICE-Attacken in Minneapolis selbst Teile seiner treuesten Anhänger – gelinde gesagt – verstörend.
Auch sein Grönlandkurs hat bei vielen seiner Gefolgsleute für Stirnrunzeln gesorgt, während die Epstein-Files weiter wie ein Damoklesschwert über seinem Haupt schweben. Trumps Name kommt darin insgesamt rund 8.000 Mal vor.




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